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um dich ſterben, hier um meinetwillen ſterben zu ſehen? Bin ich denn wirklich zu deinem Unglück geboren? O dieſe Stunde iſt bitter!“
„Aber auch ſüß!“ rief Harald mit Wärme,„wir haben einander wieder gefunden, wir ſind vereinigt!“
„Um zu ſterben!“
„Es iſt immer noch Rettung möglich!“. „Nur durch ein Wunder!“ Die Vorſehung läßt noch größere Wunder geſchehen! Wir haben ja ſo eben ein Beiſpiel davon erlebt,“ ſagte Harald in ſanft erinnerndem Tone.
„Du haſt Recht, Harald, aber ich bin ſo unglücklich geweſen. Es wird mir ſchwer, an glückliche Wunder zu glauben. Jedenfalls ſei Gott geprieſen für dieſe Stunde und ſein Wille geſchehe.“
„Er geſchehe,“ wiederholte Harald leiſe, aber mit männlicher Faſſung. Beide ſchwiegen jetzt ermattet und rings umher war Alles in tiefe Finſterniß gehüllt, denn der Mond war untergegangen und der Schnee fiel in dich⸗ ten Flocken. Sie ſchienen lebendig begraben zu werden.
Doch bereits nahte ſich das Wunder der Rettung. Sie ſahen Licht, ſie hörten Stimmen draußen in der Schneewüſte.
„Suſanna!“ riefen Madame Aſtrid und Harald zü⸗ gleich,„Suſanna, unſer Rettungsengel!“
Und wirklich war es Suſanna, die mit einer brennen⸗ den Fackel in der Hand in das finſtere Gewölbe ſtürzte, das nun auf einmal von Millionen Diamanten ſtrahlte. Einige davon ſchimmerten in Menſchenaugen.
„Gott ſei Dank, Sie find gerettet rief Suſanna. Hier ſind gute, ſtarke Leute, die uns helfen wollen. Aber wir müſſen uns beeilen. Der Schnee fällt dicht.“
Mehrere Bauern mit Fackeln und zwei Tragbahren er⸗ ſchienen jetzt. Madame Aſtrid und Harald wurden in dieſel⸗ ben gelegt und mit weichen Schaffellen zugedeckt.“
„Suſanna!“ ſagte Madame Aſtrid,„komm und ruhe hier an meiner Seite aus.“
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