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die ſchwere Krankheit, die lange Zeit meine Entwicklung hemmte. Es iſt mir noch wie ein Traum, daß ich zu meiner Mutter zurück wollte, daß aber der Sergeant mich zuerſt mit guten Worten, dann mit Drohungen zum Schweigen brachte. Auch deſſen erinnere ich mich ſchwach, daß ich mich eine Zeit lang in einem häßlichen, unangeneh⸗ men Hauſe befand, wo böſe Menſchen mir hart begeg⸗ neten und daß ich zu ſterben wünſchte.—— Nun aber fommt wie ein Sonnenſchein der Eindruck einer andern Heimath, mit klarem Himmel, reiner Luft, grünen Wie⸗ ſen, und freundlichen, milden Menſchen, die ſich mit unend⸗ licher Zärtlichkeit des kranken, ſchwachen Kindes annahmen, das ich damals war. Es war dieß die Heimath Alet⸗ tens, deren vortreffliche Eltern mich, nachdem ſie mich ins Leben zurückgerufen, adoptirten. Meine neuen Verhält⸗ niſſe wurden mir unendlich lieb, ich befand mich ſehr gut, meine Krankheit und lange Schwäche in Folge derſelben hatte die Erinnerungen des Vergangenen beinahe ganz in mir verwiſcht, ich hatte die Namen der Menſchen und Orte vergeſſen, nie aber vergaß ich die erſte mütterliche Pflegerin meiner Kinderjahre. Als ein ſchönes, heiliges Bild hat ſie mich durch das Leben begleitet, obgleich ſie ſich im Verlauf der Jahre in immer dichtere Schleier hüllte.“
„Als ich älter wurde, bat ich meinen Pflegvater um Aufklärung über die Art, wie ich in ſein Haus gekom⸗ men. Er erzählte mir nun, er habe eines Tages, als er Herrn K. in Chriſtianſand Geſchäfte halber beſuchte, ein äußerſt ſchwaches und bleiches Kind bei ihm geſehen, das im Sonnenſchein auf dem Boden ſaß. Das Kind fing an zu weinen, ſchwieg aber voll Schreck, als Herr K. es anſchrie und mit der„finſtern Kammer“ drohte. Empört über dieſes Verfahren fragte mein Wohlthäter, wem der Knabe gehöre, und erhielt zur Antwort, es ſei ein armes Kind ohne alle Verwandte, das er aus Barm⸗ herzigkeit aufgenommen habe. Alettens Vater beſchloß ſo⸗ gleich, das Kind um jeden Preis aus dieſem Hauſe zu


