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Streit und Friede oder Scenen aus Norwegen : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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hängende Kreuz erfaſſen ließ.Welche Erinnerungen er⸗ wachen jetzt in mir! Ja es muß ſo ſein! Ich kann nicht zweifeln.... Sie find die erſte Pflegerin meiner Kinder⸗ jahre, meiner Mutter Schweſter.

Ein Ruf unbeſchreiblicher Bewegung unterbrach Ha⸗ riGütiger Gott! rief Madame Aſtrid.Sie wä⸗

Ihr Schweſterſohn, das Kind, das Sie betrauert haben. In dieſem Augenblick erkenne ich mich ſelbſt und Sie wieder.

Und ich Ihre Stimme, Harald, iſt mir oft wunderbar bekannt vorgekommen.... in dieſem Augen⸗ blick meine ich Ihres Vaters Stimme wieder zu erkennen. Ach ſprechen Sie, ſprechen Sie, um Gotteswillen erklären Sie mir die Sache, machen Sie mich gewiß. Sie geben mir mehr als das Leben.

Was ſoll ich ſagen? erwiederte Harald in heſ⸗ tiger Spannung und UnruheVieles iſt mir ſelbſt

unklar, ja unbegreiflich. Aber Ihre Erzählung hat in

vieſem Augenblick Erinnerungen und Eindrücke in mir hervorgerufen, die mich überzeugen, daß ich weder Sie, noch mich täuſche. Ich erinnere mich jetzt vollkommen Flar, wie ich als Kind eines Tags einen Hügel außerhalb der Feſtung im Handſchlitten herabfuhr und dann von dem mir bekannten Sergeanten Rönn(deſſen Name mir aber bis auf die Stunde gänzlich entfallen war) eingeladen wurde, in ſeinen Schlitten zu ſitzen und mit ihm eine Luſtfahrt zu machen. Ich ſtieg voll Vergnügen ein. Ich erinnere mich jetzt auch ſehr gut, daß mir mein Hut vom Winde genommen wurde, und daß ich ihn wieder holen wollte, was aber der Sergeant verhin⸗ perte, indem er mir einen Mantel umwarf und im ge⸗ ſtreckten Galopp davonfuhr. Die Luſtfahrt dauerte ſehr lang, aber von da an verdunkeln ſich meine Erinnerun⸗ gen und ich ſehe in dieſe Zeit, wie in eine finſtre Nacht, die nur dann und wann auf Augenblicke wie von einem Blitze erhellt wird. Ohne Zweifel verfiel ich damals in

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