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Leuten und Hülfe zurückkommen. Geben Sie mir einige Kennzeichen vom rechten Wege an. Dieß und das Ge⸗ räuſch des Storliefalles ſollen mich leiten.“
„Es iſt vergebens, Sie werden ſich verirren und in der Kälte und dem Schnee umkommen.“
„Ich werde nicht umkommen. Ich bin ſtark. Nie⸗ mand ſoll mich hindern. Und wenn Sie mir den Weg nicht ſagen wollen, ſo ſuche ich ihn ſelbſt.“
Da Harald ihren Entſchluß ſo feſt ſah und ihr be⸗ geiſterter zuverſichtlicher Ton ihm ſelbſt eine Art Ver⸗ trauen einflößte, ſuchte er ihr die Gegenſtände zu bezeich⸗ nen, nach denen ſie ſich richten müſſe. Sie beſtanden in Felſen und Klippen, die ſie aber aller Wahrſcheinlichkeit hi im Schneegeſtöber und der Nacht nicht unterſcheiden onnte.
Suſanna hörte ihm mit der größten Aufmerkſamkeit zu und ſagte dann lebhaft:„Jetzt weiß ich es. Ich werde den Weg finden. Gott behüte Sie! Bald bin ich mit Hülfe wieder hier.“
Als ſie ins Freie hinauskam, fand ſie, daß der Knecht in einem Branntweinkrug ſeinen Troſt ſuchte, die ver⸗ wahrlosten Pferde aber in muthloſer Betäubung verſun⸗ ken waren. Sie forderte ihn auf, für die Thiere zu ſor⸗ gen und empfahl ihm unter Drohungen und Verſprechungen an ſeine Herrſchaft zu denken und für ihre Sicherheit zu wachen. Sie ſelbſt reichte ihrem Pferde Futter und Waſ⸗ ſer, ſtreichelte und ſprach freundliche, aufmunternde Worte zu ihm. Sodann ſetzte ſie ſich hinauf, um ihre einſame gefährliche Fahrt zu beginnen. Nur mit großer Mühe gelang es ihr, das Pferd von ſeinen Kameraden zu tren⸗
nen und als es etwa zwanzig Schritte vorwärts gemacht
hatte, blieb es ſtehen und wollte zu den andern zurück⸗ kehren. Dieſes Manöver erneuerte ſich mehreremale und endlich ließ ſich das Pferd weder durch Schläge noch Er⸗ mahnungen mehr zum Gehen bringen. Suſanna ſtieg erab und ließ es laufen. Ein paar Thränen drängten i. in ihre Augen, als das Thier ſie verließ und betend


