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Streit und Friede oder Scenen aus Norwegen : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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dieſer erklärte aufs Beſtimmteſte, er verlaſſe den alten Groß⸗ vater nicht, was die Andern eben ſo billig, als nothwendig fanden und ſofort die Beiden in Eile mit Allem verſahen, was ſie in ihrer winterlichen Abgeſchiedenheit bedürfen konnten. Auch ihre Pferde wurden mit Futter verſorgt und ſodann in die Hütte geführt.

Suſanna verband den Kopf des Alten mis töchterlicher Fürſorge. Es lag ihr unendlich ſchwer auf dem Herzen, daß man ihn da laſſen ſollte.Und wenn das Thanwetter nicht eintritt? fragte ſie.Wenn jetzt der Schnee und der Winter auf einmal kommen, wenn du eingeſchneit wirſt und zu Tode frierſt?

Das iſt ſchon manchem beſſeren Kerl, als ich bin, paſſirt, antwortete der Alte ruhig.Man kann doch nicht mehr als einmal ſterben und Gott iſt auch in der Wüſte zu Hauſe. Wer ſein Vaterunſer recht betet, braucht ſich vor den Unterirdiſchen nicht zu fürchten. Mit mir altem Manne mag es gehen wie es will; meine beſte Zeit iſt jedenfalls vorüber; es thut mir bloß um den Jungen da leid. Denke an ihn, wenn du wieder zu Menſchen kommſt.

Suſanna war gerührt. Sie drückte einen Kuß auf die Stirne des Alten und eine warme Thräne fiel von ihrer Wange auf die ſeinige. Der Greis ſah ſie mit einem herzlichen, hellfunkelnden Blicke an und rief ihr nach: Gottes Engel geleite dich! als ſie die Hütte verließ, um den Andern zu folgen.

Wiederum ſetzte ſich der kleine Zug in Bewegung und ſchritt über Schneefelder, kahle Felſen und halb auf⸗ gethaute Moräſte. Der Schnee reichte den Pferven bis an die Beine und ſie gingen nur träge und gleichſam un⸗ willig weiter. Es wurde immer finſterer und finſterer. Nie⸗ mand ſprach ein Wort. So zogen ſie eine Stunde lang weiter.

Mit großer Unruhe hatte Suſanna ſchon ſeit einer guten Weile zu bemerken geglaubt, daß Harald im Sat⸗ tel wanke, allein ſie ſuchte ſich zu überreden, es ſei dieß

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