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vom Schönen überwogen. Der Punkt zwiſchen der Stor⸗ lie⸗ und Tverliſenne, wo die wilde Leiraelf ſich wie ra⸗ ſend über das Högfjel herabſtürzt und mit Blitzesſchnelle und Donnergekrache zwiſchen und über zerſplitterte, theils nackte, theils waldbewachſene Klippenmaſſen braust, um ſich mit ihrer Nebenbuhlerin, der heftigen Björsja zu tummeln— dieſer Punkt übertrifft an großartiger Wild⸗ heit Alles, was man ſich nur denken kann.“
So ſprach Harald, um Suſannas Niedergeſchlagen⸗ beit zu verſcheuchen; aber ſie hörte ihm nur halb träu⸗ mend zu und ſagte, wie vor ſich hin,„Ja wenn wir nur einmal dort wären und dann noch weiter und dann...“
„Und dann?“ fiel ihr Harald ins Wort,„was dann?“
„Zu Hauſe bei meiner Hulda wieder!“ ſagte Su⸗ ſanna tief ſeufzend.
„Wie, Suſanna? Wollen Sie uns denn verlaſſen? Haſſen Sie wirklich Norwegen?“
„Nein, nein!. Weit entfernt!... Aber man kann nicht zweien Herren dienen; das fürchte ich jetzt. Hulda ruft mich. Ich habe keine Ruhe, bis ich wieder bei ihr bin und werde mich dann nie mehr von ihr trennen. Ich habe heute Nacht von ihr geträumt, und ſie war ſo bleich, ſo bleich. ach! aber auch Sie ſind bleich, ſchrecklich bleich!“ fuhr Suſanna fort, indem ſie Harald mit Be⸗ ſtürzung betrachtete,„Sie ſind ſicherlich krank.“
„Wahrſcheinlich iſt es nur dieſer liebliche Mondſchein und dieſe holde Natur, was mich ſo aſchgrau färbt,“ ſagte Harald ſcherzend, um die wahre Urſache ſeiner Bläſſe, nämlich ſchreckliche Schmerzen, die er die ganze Nacht über in ſeiner Schulter gehabt hatte, zu verbergen. Er
ſuchte ſofort Suſannas Aufmerkſamkeit auf andere Gegen⸗
ſtände zu richten. Unter ſolchen Geſprächen waren ſie in die Grotte zurückgekommen. Harald legte neuen Brennſtoff in das
erlöſchende Feuer und Suſanna ſchlich ſich leiſe in die
Grotte, um ihren früheren Platz zu den Füßen der Ge⸗
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