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Streit und Friede oder Scenen aus Norwegen : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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„Und meine Sache—“ dachte Suſanna mit thränen⸗ gefüllten Augen—„meine Sache ſoll ſein, ſie zu lieben und treu zu bedienen. Vielleicht bekommt ſie wieder mehr Freude am Leben, wenn ſich Ordnung und Behagen im⸗ mer mehr um„ſie ausbreiten und das Haus täglich an Annehmlichkeiten gewinnt.“

Stille Wochen.

Wenn ſchwere Wolken durch die Felder jagen,

Traurig ſteht der Wald in welker Tracht,

Da wirkt doppelt der Gefühle Macht

Und verheißt in winterlichen Tagen

Unſern Herzen eine Frühlingspracht. Velhaven.

Haſt du in tiefen Gruben den Fall von Tropfen ge⸗ hört, wie ſie ſchwerfällig, gleichmäßig und ätzend den Bo⸗ den, auf den ſie herabkommen, aushöhlen?— Haſt du das Gemurmel des Baches gehört, wie er ſich zwiſchen grünenden Ufern fortſchlingt, während nickende Blumen und das ſtrahlende Himmelslicht ſich in ſeinen Wogen ab⸗ ſpiegeln?— Es iſt ein heimliches Gezwitſcher, ein Säu⸗ ſeln der Luſt darin. Hier haſt du die Bilder zweier Arten von Stillleben, die von einander verſchieden ſind, wie der Himmel und die Hölle. Beide werden auf Erden, beide wurden zu Semb im Heimthale in den nächſtfolgenden Monaten gelebt, erſteres von Madame Aſtrid, letzteres von Harald und Suſanna, nur mit dem Unterſchied, daß der ätzende Tropfen zuweilen von einem zufälligen Winde ver⸗ weht und die Wogen des tändelnden Baches mitunter von allerlei Schlamm getrübt wurden. Der Januar verſtrich mit ſeiner ſteigenden Sonne und zunehmenden Winterpracht. Der Waſſerfall ſchmückte ſeine Ufer mit Blumen, Halmen, Trauben, ja mit ſeinem ganzen Füllhorn von Früchten—