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heit begangen hätte, wenn nicht gerade in dieſem Augen⸗ blick eine der älteren Damen aus der Geſellſchaft zu ihr gekommen wäre und ſie in eine ſtillere Ecke des Zim⸗ mers geführt hätte, um ſie dort in Ruhe über allerhand auszufragen, was ſie zu wiſſen wünſchte. Dieſe Frau gehörte zu der über alle Länder der Erde verbreiteten Klaſſe, die mit der Schmarotzer⸗Pflanze verglichen wer⸗ den kann, welche ihre Nahrung aus den Pflanzen ſaugt, denen ſie ſich anhängt. Da ſie ein braunes Haubenband trug, ſo finden wir es paſſend, ſie Frau Braun zu nen⸗ nen. Suſanna mußte ihr jetzt ausführlich Rede ſtehen über ihre Familie, ihre Heimath, alle ihre Verhältniſſe, warum ſie nach Norwegen gekommen, wie es ihr hier gefalle u. ſ. w. Ueber alles dieß war Suſanna ziemlich offenherzig; als aber die Rede auf ihre gegenwärtigen Ver⸗ hältniſſe und auf ihre Gebieterin kam, wurde ſie rückhal⸗ tender. Auch war der Frau Braun mehr daran gelegen, ſelbſt zu erzählen, als zu fragen.„Ich habe die Ober⸗ ſtin in früheren Jahren ſehr gut gekannt,“ ſagte ſie. „Sie war eine recht hübſche Dame, aber von jeher et⸗ was ſtolz. Indeß bekümmerte ich mich nicht darum und wir waren ſehr viel beiſammen. Man hat mir geſagt, ich ſolle ihr jetzt in Semb einen Beſuch machen, aber... ich weiß nicht. ich habe ſie nicht geſehen, ſeit ſie ſo wun⸗ derlich geworden iſt. Mein Gott! liebe Freundin, wie können Sie es bei ihr aushalten? Sie ſoll ganz entſetz⸗ lich düſter und traurig ſein.“
Suſanna antwortete mit einer warmen Lobrede auf ihre Gebieterin und ſagte, ſie ſei allerdings von Gram niedergebeugt und ſcheine höchſt unglücklich zu ſein, aber eben dadurch fühle ſie(Suſanna) ſich noch mehr von ihr angezogen.
„Unglücklich!“ verſetzte Frau Braun,„ja wenn dieß Alles wäre. aber o Gott!.
Suſanna fragte verwundert, was ſie damit ſagen wolle?
Frau Braun antwortete:„Ich will Richts geſagt
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