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prachtvollen, goldglänzenden Federn und einer überaus ſtolzen und vornehmen Haltung aus; er überließ ſeinen ganzen Antheil den Hühnern, ſo daß er kaum ein einzi⸗ ges Körnchen bekam und überſchaute mit edler Hahnen⸗ miene den zu ſeinen Füßen pickenden und gackernden Schwarm. Wegen dieſes ſchönen Benehmens wurde er von Suſanna der Ritter genannt, welchen Ehrentitel er bis zu ſeinem ſeligen Ende behielt. Bei den Gänſen be⸗ merkte ſie mit Verdruß, daß die graue von der weißen Renommiſtin noch mehr tyranniſirt und kahler gerupft war, als bisher. Harald machte den Vorſchlag, die graue zu ſchlachten, allein Suſanna erklärte eifrig, wenn eine von den Nebenbuhlerinnen geopfert werden ſolle, ſo müſſe es die weiße ſein.
In enem Haus, wo keine Kinder ſind, wo keine Verwandten und Freunde ſich verſammeln, wo die Haus⸗ frau mit ihrem Gram im Dunkeln ſitzt, da kann der Weihnachtsabend nicht viele Freude bringen. Aber Su⸗ ſanna hatte ſich dennoch vorgenommen, welche zu ver⸗ breiten, und der Gedanke daran hatte die ganze Woche hindurch während ihrer vielfachen Arbeiten wie ein helles Weihnachtfeuer in ihrem Herzen geſtrahlt. Auch wäre ihr das Leben finſter erſchienen, wenn nicht die Ausſicht, Jemand eine Freude zu machen, mitunter wie ein Stern über ihrem Wege geſchimmert hätte. Larina, Karina und Petro durften an dieſem Tage die Früchte ihrer Nachtwachen koſten und als der Abend kam und Suſanna in der Burgſtube den Leuten den Weihnachtstiſch berei⸗ tet und ihn mit Fiſchen, Broden, ſüßer Grütze, Kuchen, Buttertellern, Torten und Aepfeln prangen, überdieß von munteren Lichtern beſtrahlt ſah, als die Dienſtboten vom Gute ſich um den Tiſch ſammelten mit Augen, die von Vergnügen und Appetit leuchteten, als der Aelteſte von der Geſellſchaft einen Lobgeſang anſtimmte und die An⸗ dern alle mit gefalteten Händen feierlich mitſangen, da war es Suſanna, als ſei ſie nicht mehr im fremden Lande und nachdem ſie in den Geſang mit eingeſtimmt,


