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weiblichen Eitelkeit ein wenig, die Frauen in der älteſten norwegiſchen Geſchichte eine ſo bedeutende Rolle ſpielen zu ſehen, zu hören, wie die ſtolze Bauerntochter Gyda die Urſache zu Harald Haarfagers Heldenthaten geweſen, der zuerſt Norwegen zu einem Königreich gemacht, und ob⸗ gleich die Verbrechen der Königsmutter Gunild ihren Ab⸗ ſcheu weckten, ſo gefiel es ihr doch, eine Frau durch die Uebermacht ihres Geiſtes ſieben Königreiche beherrſchen und ihre Handlungen beſtimmen zu ſehen.
Düſtere Bilder lieferten die Bürgerkriege, die dem Lande eine Verblutung um die andere zuzogen und worin endlich auch ſeine Freiheit verblutete.
Erdbeeren blühen jetzt im Schutte der vormaligen Burgen und auf den blutgetränkten Feldern wachſen goldene Aehren, wie„die Narbe über die verharrſchte Wunde.“
Ein milderes Geſchlecht ſteht auf dem Boden des „Blutbeils“ und blickt klar und hoffnungsvoll der Zukunft entgegen, während es gerne in ſeinen ruhigen ſchönen Thälern den Erinnerungen der Vorzeit lauſcht.
„Auf den Höhen ſteht der alte Stein,
Den die ſchwarzbeſchwingte Sag' umſchwebt,
Wie die Sangeslerch' im Morgenſchein.“ ²)
Ein Gegenſtand der Unterhaltung und des Streites zwiſchen Harald und Suſanna war auch die bleiche Ober⸗ ſtin, ihre Gutsherrin. Sobald die Rede auf ſie kam, nahm Paralds Geſicht einen ſehr ernſten Ausdruck an und auf Suſannas eifrige Frage, was er denn von ihr wiſſe, ant⸗ wortete er bloß:„Sie muß ſehr unglücklich geweſen ſein.“ Wenn ihn aber Suſanna nun mit Fragen über dieſes Unglück beſtürmte, worin es beſtanden? ob man ihr auf irgend eine Weiſe helfen könne?— Suſanna fühlte ſich bereit, zu dieſem Zweck die ganze Welt zu durchwandern, — dann fing Harald an eine Geſchichte zu erzählen.
*) Velhaven.
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