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Streit und Friede oder Scenen aus Norwegen : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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Wogen hinaus und auf den hellgrünen Birkenwipfeln ſpiel⸗ ten die letzten Strahlen der Sonne.

Plötzlich ſchien es Halgrim, als ob ein leichter Rauch über dem Walde emporwirbelte. Aber er traute ſeinen Augen nicht; athemlos ſtierte er dahin. Es währte bloß eine Sekunde und bläuliche Rauchſäulen erhoben ſich lang⸗ ſam in die ruhige Abendluſt. Mit einem Freudenſchrei ſtürzte Halgrim vorwärts, watete durch den Fluß und ſtand bald auf dem andern Ufer. Bellend und wedelnd ſprang ſein Hund voraus bis zur Hütte, aus welcher der Rauch kam. Auf dem Herde deſſelben brannte ein klares Feuer und ein junges Mädchen trat in die Thüre noch ein Ruf unausſprechlicher Freude und Halgrim und Hil⸗ degunde lagen einander in den Armen. Auch Hildegunde war in ihrem Thale allein geblieben nach dem ſchrecklichen Beſuche des ſchwarzen Todes.

Tags darauf gingen ſie ihrer Verabredung gemäß in die Kirche und da ſich kein Prieſter fand, um ſie zu trauen, auch keine andre Menſchen, um Zeugen ihrer Vereinigung zu ſein, traten ſie allein vor Gottes Altar und reichten einander die Hand, wobei Halgrim mit feierlicher Stimme ſagte:Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geiſtes!

Und Gott ſegnete die in ſeinem Namen eingegangene Verbindung. Von dieſem glücklichen Paar gingen Geſchlech⸗ ter aus, die dieſe Gegenden aufs Neue bevölkerten und die Namen Halgrim und Hildegunde ſind noch bis auf den heutigen Tag gebräuchlich unter ihren Bewohnern.

Durch Harald wurde Suſanna auch mit den nor⸗ wegiſchen Königsſagen bekannt, mit den Thaten Olof Haraldſen's(des Bluttäufers), mit denen des edleren Slof Tryggveſon, und mit Bewundrung horte ſie vom König Sverre mit dem kleinen Körper und der großen, wahrhaft königlichen Scele. Es ſchmeichelte auch ihrer