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Harald lachte und bemerkte etwas von der Unmög⸗ lichkeit, in ſchwediſche Frauenzimmer Vernunft zu bringen.
Sollte nun Jemand verwundert fragen, wie es komme, daß Harald überall mit Suſanna zuſammentrifft, im Brauhauſe, in der Vorraths⸗ und in der Milchkam⸗ mer, ſo können wir ihm blos antworten, daß er ohne Zweifel ein großer Liebhaber von Bier, Mehl und Milch war oder vielleicht auch von einem gewiſſen andern Ge⸗ würze in der Alltagsſuppe des Lebens, genannt eine kleine Neckerei.
Die Oberſtin frühſtückte immer auf ihrem Zimmer, zu Mittag aber ſpeiste ſie mit Harald und Suſanna und ſah dieſelben mitunter auch Abends ein Stündchen. Bei Tiſche brach oft der Streit über die norwegiſchen und ſchwediſchen Angelegenheiten aus, denn bei der kleinſten Veranlaſſung ſtürzte ſich die Bürgermeiſterstochter blind in den Kampf fürs Vaterland und ſonderbar genug, ſchien Madame Aſtrid ſelbſt zuweilen ein Vergnügen daran zu finden, das Feuer zu ſchüren, indem ſie eine und die an⸗ dere Frage hinwarf, wie z. B.:
„Ich möchte doch wiſſen, ob der Blumenkohl in Norwegen beſſer iſt, als in Schweden?“ Oder:„wenn ich nur wüßte, ob das Korn in Schweden beſſer iſt, als in Norwegen?“
„Ganz gewiß in Norwegen,“ ſagte dann Harald.
„Ganz ſicherlich in Schweden,“ rief Suſanna. Und auf dieſe Art wurden Gemüſe, Fiſche, Münze, Maß und
Gewicht beſprochen und darüber diſputirt.
Von dem norwegiſchen Korn ſagte Suſanna:„Ich habe auf dem ganzen Gute noch keinen einzigen Halm ge⸗ troffen, der ſich mit einem ſchwediſchen meſſen könnte.“
„Das kommt daher,“ antwortete Harald,„daß Sie überhaupt früher nie ein gutes Korn geſehen haben.“
Ueber das norwegiſche Gewicht äußerte ſie:„Ich kann mich gar nicht in dieſes abſcheuliche, widerwärtige
norwegiſche Gewicht finden.“
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