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Streit und Friede oder Scenen aus Norwegen : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
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In Schweden gibt es alle Fiſcharten, die ſich in Norwegen vorfinden, nur viel größer und fetter.

Ja, dann kommen ſie von unſern Küſten. Wir nehmen unſern Bedarf zum Voraus weg und laſſen die übrigen nach Schweden ſchwimmen, damit die Leute da drüben auch manchmal etwas bekommen. Aber ich ver⸗ geſſe, daß ich ſelbſt hinaus ſoll, um große Fiſche und kleine Fiſche, Fiſche die ſchwere Menge zu fangen. Adieu, Mamſell Suſanna! Ich komme bald zurück mit Fiſchen.

Bleiben Sie lieber gleich draußen bei Ihren nor⸗ wegiſchen Fiſchen! rief ihm Suſanna nach.

Harald blieb nicht bei den Fiſchen. Am nächſten Morgen ſehen wir ihn mit Suſanna in der

Milchkammer.

Es ſcheint, wir bekommen heute Mittag ſaure Milch, eines unſerer köſtlichſten Nationalgerichte und mein Leibeſſen.

Bah! es wird einem angſt und weh, wenn man nur an Ihre Nationalgerichte denkt. Aber noch abſcheu⸗ licher, als Ihre ſaure Milch, noch unnatürlicher iſt Ihr ſchauderhaftes Gebräu Obſtſuppe mit Sardellen.

Obſtſuppe mit Sardellen! Das allerleckerſte Eſſen auf der Welt, ein Eſſen, das ich mit Fug und Recht ein Chriſteneſſen nennen kann.

Und ich nenne es ein Heideneſſen, das kein ehrlicher Ghriſtenmenſch genießen kann.

Seit Menſchengedenken wird es von den freien Nor⸗ wegern in Norwegens ſchönen Thälern verzehrt.

Das beweist, daß ihr freien Norweger noch Heiden eid.

Ich will Ihnen beweiſen, daß die Norweger vor den Schweden Chriſten wurden.

Das können Sie beweiſen, ſo lang Sie wollen, ich werde es Ihnen doch nicht glauben.

Aber ich kann es Ihnen gedruckt zeigen.

Dann bin ich überzeugt, daß es ein Druckfehler iſt.