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Etwas beleidigt antwortete Suſanna:„Vielleicht be⸗ haupten Sie auch, daß das Braurecept der Landeshaupt⸗ männin Roſenhjelm Nichts tauge.“
„Das behauple ich auch. Es iſt doch die, die ſo viele Kaffeeviſiten gibt? Eine Kaffeeſchweſter gibt nie eine tüchtige Haushälterin und da die Landeshauptmännin Ro⸗ ſenhjelm eine Kaffeeſchweſter iſt, ſo...
„Da muß ich Ihnen doch ſagen,“ fuhr Suſanna heftig auf, daß es ebenſo unanſtändig, als bösartig von Ihnen iſt, auf dieſe Art von einer ſo vortrefflichen Dame zu ſprechen, die ſo hoch in der allgemeinen Achtung ſteht.“
„Hoch! Wie hoch iſt ſie ungefähr?“
„Viel höher, als Sie ſind, oder es je werden, das kann ich Sie verſichern.“
„Höher, als ich? Dann geht ſie gewiß auf Stelzen. Nun muß ich geſtehen, das iſt der hochſte Höhepunkt der Vornehmheit und Gefallſucht. Wenn eine Frau Kaffee⸗ viſiten gibt und ſich hübſch, meinetwegen auch prächtig kleidet, das kann man ihr verzeihen, aber auf Stelzen zu gehen, blos um höher zu ſein, als alle andre und den Leu⸗ ten über die Köpfe wegſehen zu können, das iſt ſtark! Wie kann eine ſo hohe Perſon ſich herablaſſen, ein gutes Bier zu brauen? Ueberhaupt kann eine Schwedin nie ein genießbares Bier brauen, denn....
„Sie wird für Sie auch keinen einzigen Tropfen mehr brauen, Sie garſtiger Norweger; denn Sie haben weder Vernunft, noch Witz, noch Geſchmack, noch.
Und Suſanna ſtürzte im hoöchſten Zorn aus dem Brauhauſe, indem ſie einen Becher umſtieß, den Harald ſich während des Streites gefüllt hatte und deſſen Inhalt er auf den Leib bekommen haben würde, wenn er ſich nicht durch einen ſchnellen Seitenſprung gerettet hätte.“
Noch an demſelben Tage treffen wir die Streitenden auch in der
Vorrathskammer.
„Sind Sie noch böſe?“ begann Harald ſcherzhaft,
indem er den Kopf zur Thüre auf den Boden hineinſtreckte,


