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dieſelbe wie geivöhnlich in ſtille Schwermuth verſunken da. Vor ihr auf einem Tiſch lag Papier, Federn und ein Buch, worin ſie vor Kurzem geleſen zu haben ſchien. Es war die Bibelz; das Buch Hiob lag aufgeſchlagen und folgende Stellen waren unterſtrichen: Ich begehre nicht mehr z u leben. Höre auf von mir, denn meine Tage ſind eitel geweſen. Der Menſch wird zum Unglück geboren, wie die Vögel ſchwebenemp orzufliegen. Madame Aſtrids Blicke hafteten an dieſen letzten Worten, als Suſanna leiſe und mit überwallendem Her⸗ zen ſich näherte und ihr mit einem innigen:„Ach ſeien Sie ſo gütig!“ ihren Strauß hinhielt. Die Oberſtin ſchaute die Blumen an und ein ſchmerz⸗ licher Zug zeigte ſich in ihrem Geſichte, indem ſie den Kopf abwendete und ſagte:„Sie ſind ſchon, aber behalte ſie nur, Suſanna. Sie thun mir wehe in den Augen.“
Sofort nahm ſie ihre vorige Stellung wieder an und Suſanna trat betrübt zurück, wagte es aber nach einer kurzen Pauſe doch ihre Stimme wieder zu erheben und zu ſagen:
„Ach wir haben heute eine ſo vortreffliche Forelle be⸗ kommen. Befehlen die Frau Oberſtin ſie nicht auf dieſen Mittag? Etwa mit einer Eierſauce? Oder darf ich viel⸗ leicht eine Ente oder ein junges Huhn braten?
„Thu' was du willſt. Suſanna,“ ſagte die Oberſtin abbrechend und gleichgültig. Aber es lag etwas ſo Kum⸗ mervolles in dieſer Gleichgültigkeit, daß Suſanna, die ein wenig näher getreten war, nicht umhin konnte, ſchnell niederzuſinken und ihre Kniee zu umfaſſen, indem ſie ſagte:
„Ach wenn ich Ihnen doch etwas zu Gefallen thun könnte! Wenn ich Ihnen doch ein Vergnügen machen könnte!“
Aber Suſannas warmer, von Ergebenheit ſtrahlender Blick begegnete einem ſo finſtern, daß ſie unwillkürlich da⸗ vor zurückſank.
„Suſanna!“ ſagte Madame Aſtrid mit düſterem
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