folgte der Truthahn mit dem leichtaufbrauſenden Cha⸗ racter und ſeinen einfältigen Damen, einer ſchwarzen und einer weißen, envlich der Hühner unruhiges Geſchlecht mit ſeinen zierlichen, ſtreitluſtigen Hähnen; das hübſcheſte von Allem aber war eine Schaar Tauben, die zugleich zu⸗ traulich und ſcheu ſich bald auf Suſannas Schulter und ausgeſtreckte Hand ſetzten, bald aufflogen und in glänzen⸗ den Kreiſen ihren Kopf umſchwebten, dann ſich auf das Feld niederließen, wo ſie zierlich mit den behängten Füßchen umhertrippelten, ſodann ſich der Quelle nahten, um zu trinken, während die Gänſe mit großem Geräuſch plätſchernd im Fluſſe badeten und das Waſſer in einem Perlregen über das Gras hinſpritzten. Auch hier wurde zu Suſannas großem Verdruß die graue Gans von der weißen gezwungen, in einiger Entfernung von ihnen zu baden.
Suſanna blickte auf das ſchöne, farbenreiche Gemälde um ſie her, auf die munteren Thierchen, die zu ihren Füßen ſpielten und ſich ergötzten, und ſichtbares Entzücken ſtrahlte in ihren Augen, als ſie dieſelben zum Himmel emporhob und mit gefalteten Händen leiſe ſagte:„Großer Gott, wie ſchön!“ Auf einmal aber fuhr ſie erſchrocken zuſammen, denn in demſelben Augenblick ſtimmte eine ſtarke Stimme ganz in ihrer Nähe das Lied an.
„Wie herrlich iſt mein Vaterland, Das meerumgränzte alte Norweg!“
Und der Verwalter, Harald Bergmann, begrüßte lä⸗ chelnd Suſanna, die etwas beleidigt ſagte:
„Sie ſchreien ja, daß Sie die Tauben mit Ihrem alten Norweg auſſcheuchen.“
„Ja,“ fuhr Harald mit demſelben begeiſterten Tone fort:
„Ja herrlich iſt mein Vaterland, Das alte klippenfeſte Norweg, Mit Sommerthälern, Winterbergen, Nie von dem Zahn der Zeit beſiegt.“


