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Schaffenden. Wer impft einen Fruchtbanm, ohne daß er ſich für die wachſenden Zweige intereſſirt, ohne daß er gerne ſeine Frucht koſten möchte Der Leſer wird mich hier erinnern, daß ich die tiefſte, die großte, ja die einzige Quelle des Troſtes und der Freude vergeſſen habe... aber warum wiederholen, was wir Alle wohl wiſſen? neberdieß— wäre dieſe Quelle nicht— was lohnte es ſich dann, überhaupt von irgend einer zu ſprechen? Was ihnen allen Leben gibt, iſt ein Tropfen vom Ewigen. Aber die Zeit eilt. Der Tog unſerer Geſchichte neigt ſich ſeinem Ende zu. Es iſt Abend.
Nebel ſteigen um Tärnas Hügel auf. Sie ſteigen auf, wie winkende, fliehende Geiſter. Sie fahren hin und ſinken und ſteigen wieder. Sie hauchen kühl und feucht über die Erde. Leiſe breiten ſie den Leichenſchleier über die Wieſe; ſie ſoll darunter ſchlafen. Wo ſie hingehen, gibt es Thränen. Der Wind ſeufzt ſterbend in den Bäu⸗ men. Es iſt Abend.
Nebel ſteigen um Herveys Wohnung auf; ſie ziehen ſich dämmernd um ſeine Fenſter und verhüllen vor ihm die freundliche Erde. Sie ſcheinen ihn abholen zu wollen, und rollen mit leichten, luftigen Dunſtwagen dahin. Sie ſcheinen zu ahnen, daß ſeine letzte Stunde gekommen, daß er fertig iſt abzureiſen.
Werdet ihr euch wundern, meine freundlichen Leſer, wenn diejenige, die ihrer Feder die Beſtimmung gegeben hat, euch Vergnügen zu machen, euch jetzt von Sterbe⸗ bett zu Sterbebett führt, wenn das Alltagsleben gleichſam eine Leichenproceſſion geworden iſt? Aber fürchtet euch nicht und folgt mir willig noch dieſen kurzen Weg, ihr ſollt keinem düſtern Bild mehr begegnen. Fröhliches, junges Mädchen, fürchte dich nicht! Was ich dir zeigen will, iſt nur Freude, klare, hinreißende Freude. Laß dich nicht ſtören von dem Gevanken, daß dieſe Skizze nur Fik⸗ tion ſei; ich verſichere dich, ſie iſt reine Wahr⸗ heit. Am Fenſter im bequemen Lehnſtuhl ſaß der redliche


