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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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läutern, um mich dir näher zu führen. Edla! Ich komme! Wann war ich deinem Willen ungehorſam, Evla Eduard! Geliebter! O, Gott ſegne dich und ſei mir um deinetwillen gnädig! Gott ſegne, Gott ſegne dich!

Nina.

Ein Chriſt.

Der du durchſchauſt die Tiefen meines Herzens, Nimm meines Willens Opfer gnädig hin, Aus Liebe reichſt du mir den Kelch des Schmerzens, Ich trink ihn aus mit liebevollem Sinn. Vitalis.

Wenn ein Herz unter der Laſt tiefer Sorgen bricht,

wenn Krankheit in der Wunde, die der Schmerz geöffnet, Wurzel ſchlägt und am Leben zehrt, bis es ſtirbt dann wird Niemand von uns ſagen, das ſorgenbeladene Herz hätte nicht brechen ſollen, die Kraft hätte ſich friſch er⸗ halten können, das Leiden hätte getragen werden müſſen; nein, wir wollen kein Wort des Tadels ausſprechen über die Hinſinkenden, die ſich nicht aufrichten außer in der Auferſtehung jenſeits des Grabes.

Aber ſchön, aber ſtärkend, aber herrlich iſt der An⸗ blick des Mannes, der den Giftpfeilen des Lebens eine muthige und geduldige Bruſt entgegenhält, der ohne Trotz und ohne Schwachheit unerſchütterlich ſeinen Weg weiter geht, der leidet und nicht klagt, deſſen liebſte Hoffnungen das Schickſal geraubt, und der doch Freude um ſich ver⸗ breitet, der nur lebt, um glücklich zu machen. Ach, wie ſchön iſt der Anblick deſſen, der ſeine Dornenkrone trägt und ſie zur Verklärung trägt!

Ich habe mehr als einen ſo königlich Leidenden geſehen, und dahei immer innig empfunden;O ich