Druckschrift 
Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

510

Ewigkeit getrennt. Nur auf Erden, auf eine kurze Zeit von einander entfernt, werden wir uns jenſeits in der

Liebe deſſelben Himmels, in demſelben feſten Glauben

wieder vereinigen. Unſere Seelen trennen ſich nicht. Innig Geliebte! Gottesgabe an meine Seele! Habe Frie⸗ den Frieden mit dir ſelbſt, Frieden mit der ewigen Macht, die unſere Schickſale regiert! Du haſt recht gethan. Du konnteſt nicht anders handeln. Ein höherer Wille hat geſprochen. Wir müſſen gehorchen!

Wir müſſen gehorchen! wiederholte Nina matt. Sie hatte ihr Haupt gebeugt und neigte ihre Stirne gegen ihre vereinigten Hände.

Werde ruhig werde glücklich, auch auf Erden! Ich werde dann nicht unglucklich ſein.

Nicht unglücklich? ſagte Nina nach.

Glaube an den ewig Guten! Er iſt mit dir! ſoßMit dir! wiederholte Nina und ihre Thränen oßen.

Herveh ſtand auf. Seine Stimme zitterte.Ich wollte dich ſehen, ſagie erich mußte dich noch ein⸗ mal hören ich wollte dir danken! Deine Liebe hat mich unausſprechlich glücklich gemacht; die Erinne⸗ rung daran wird mein ganzes Leben erhellen, wird mich freudig dem Land entgegen eilen laſſen, wo wir uns wie⸗ der vereinigen. Friede über dich, du Engel! du Ge⸗ liebte! Erfülle deine Pflichten; lebe, wie es Gott gefällig iſt.

Auch Nina ſtand auf. Sie wußte nicht, was in ihr vorging. Und er ſegnete ſie mit ſo mächtigen, ſo lieblichen Worten und Tönen, daß eine wunderbare Freude ihre Bruſt erfüllte. Sie lauſchte ihm, wie der Stimme der Gottheit. Und als er ſie an ſein Herz ſchloß, als er zum erſten und letzten Mal ſeinen Mund auf den ihrigen drückte, da bin ich gewiß, daß Engel unſichtbar um ſie her ſtanden und ihre unſichtbaren Scheitel ſenkten in Bewunderung zweier liebenden und leidenden Sterb⸗ lichen.

fort. fühlte küßte

ſagte e beteni da ſa ihrer goſſe wollu kraftv weckt

Kraf ſes ſt und Nina. ſeine

klagte verla

Er