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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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ſich als eine Gunſt ausgebeten. Alles war jetzt ſtill um ſie her, und nur das Brauſen des Meeres ließ ſich ein⸗ tönig und dumpf vernehmen. Nina hatte die Fenſter ge⸗ oͤffnet, aber die Abendluft brachte ihrer Bruſt jetzt keine Kühlung. Der Gedanke an Hervey ſtand mit unend⸗ licher Qual vor ihrer Seele; ſie fühlte ſich ſo ſchuldig gegen ihn: ſie klagte ſich an, ihn unglücklich gemacht zu haben.Wird er mir verzeihen können? fragte ie ſich.

Wenn ſie bedachte, daß ſein geliebtes Auge mit Schmerz und ſtillem Vorwurf auf ſie blicken müſſe o wie ſehnte ſie ſich da zu ſeinen Füßen zu ſinken! aber dann ſah ſie Edlas verbietende, blutende Geſtalt und jetzt wollte ſie derjenigen zu Liebe, die für ſie ge⸗ ſtorben, wieder Allem entſagen aber Hervey! Warum ſollte er durch ſie leiden? So wurde ihre Seele zwiſchen ſtreitenden Gefühlen, Zweifeln und Fragen hin und her geworfen. Sie wußte nicht mehr, was ſie thun ſollte, was recht und und unrecht ſei. Sie klagte ſich als Urſache alles Unglücks an; ſie haßte ihr eigenes Leben. Und dann. o theurer Leſer! Haſt du je einen Freund ver⸗

loren, der dir lieb war, wie das Leben, und hat ein Un⸗

recht von dir eure Trennung trübe gemacht; haſt du brennende Reue empfunden und gewußt, daß du ſie nie⸗ mals dem Verlornen ſagen darfſt? Haſt Du Augen⸗ blicke gehabt, wo dein Herz nach ihm oder ihr verlangte, ſo ſo, daß deine Seele zerriſſen war daß du gerne das Leben ach! deine ewige Seligkeit ge⸗ geben hätteſt, um den Verlornen einen Augenblick wiver⸗ zuſehen, um die treue Hand zu drücken, um dich an die geliebte Bruſt zu lehnen und zu weinenzu weinen..

Haſt du je ſo gefühlt?.. o dann wirſt du Nina verſtehen, verſtehen, wie ſie fühlte, als ſie unwillkürlich mit gewaltſam klopfendem Herzen, mit ausgeſtreckten Armen ausrief:Eduard! Eduard!

ihre

ich

lich ihr ſich ſch

dur