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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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Mondſchein.

Stille, v Stille,

Schlafe vor Sturm und Schnee, Einſam verlaßne Maid.

Jetzt iſt's zu ſterben Zeit!

Kalt iſt rings Thal und See; Stille, o ſtille!

Schweige denn, ſchweige, Hauche die Seele aus, Freudig und ſehnſuchtsvoll Sag der Welt Lebewohl, Arme! und gehe nach Haus, Schweige denn, ſchweige.

Spanhaits Geſang. Atterbom. Die Liebe macht Alles möglich. Lamenais..

Es gibt auch einen Mondſchein im menſchlichen Leben, einen Mondſchein im Herzen des Menſchen. Er kommt gerne nach einem unruhigen und ſtürmiſchen Tag. Es iſt eine Verſöhnung zwiſchen Licht und Schatten, eine klare Dämmerung, eine ſtille Wehmuth, ein Schlummer der Gefühle, ein Weh, aber auch ein Wohl, dann fallen ſtille Thränen mild wie der Thau auf verbrannte Wieſen

Aber oft dauert es lange, bis dieſe Ruhe, dieſer Himmelsſchein ins Herz herniederſteigt; oft ſtürmt es noch ſo lange darin!

Ein entſetzlicher Tag war vorüber. Nina hatte zum Erſtenmal recht erfahren, was ein Seelenſturm iſt. Sie lag jetzt auf ihrem Sopha. Die Thüren zum Saal ſtan⸗ den offen und von dem Sopha aus ſah ſie in das große düſtere Zimmer, wo eben noch Edlas Leiche gelegen. Der Mond ſchien durch die Fenſter. Die Freunde waren an Edlas Grab, und Nina war allein. Sie hatte es