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ſöhnung vor, ſie folgen ihm auf dem Wege in das un⸗ bekannte Land, ſie beugen mit ihm die Kniee vor dem Throne des Königs und helfen ihm beten... nein, es iſt kein eitles Thun..“ und als der ſtrenge weltliche Richter den Schwerbeleidigten ſo glühend an der Seite ſeines Feindes beten, für ſein Wohl beten ſah, da führte er die Hand an ſeine Augen und wiſchte einen Fremdling darin— eine Thräne weg.
Einige Stunden ſpäter ſtand Hervey reiſefertig da; das Entſetzen des ſo eben erlebten Auftrittes hatte in ſeiner Seele dem übermächtigen Eindruck der Glückſeligkeit wei⸗ chen müſſen, ſich vor der Welt gerechtfertigt und das weſentlichſte Hinderniß ſeiner Verbindung mit Nina ge⸗ hoben zu ſehen, ſein Herz glühte von Dankbarkeit gegen die Vorſehung und von unbeſchreiblicher Sehnſucht, Nina wieder zu ſehen, über ſie zu wachen, ſie zu gewinnen. Er reiste Tag und Nacht. Das Vorgefallene, das noch Bevorſtehende, Hoffnung, Liebe, ungeduldige Erwartung, Alles trug dazu bei, ihn in eine Art Fieber zu verſetzen, und raſtlos jagie er vorwärts, vorwärts. Und er kam in die bekannten Gegenden; da vernahm er ſchreckliche Ge⸗ rüchte. Er eilte nach Hauſe und dort empfing er den Brief der Baronin H.


