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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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und eine Feder, und mit ſichtbarer Anſtrengung unter⸗ zeichnete er ſeinen Namen. Dann ſank er ermattet auf ſeine Kiſſen zurück.

Eduard trat näher an's Bett. Auf ſeinem ſchönen männlichen Geſichte las man eine tiefe Gemüthsbewegung. Chriſtian Malm! ſagte er:was habe ich dir gethan, daß du ſo gegen mich handeln konnteſt?

Nichts, auf der Welt Nichts! Allein ſehen Sie, ich fürchtete mich vor dem Tode und der Teufel flüſterte mir zu, alle Schuld auf Sie zu ſchieben da es ſich ſo leicht machen ließ.

Und was veranlaßte Sie zum Mordverſuch auf den Grafen R. 2

Rache, Herr! Rache! Er hatte mich miß handelt, mit den Füßen getreten, mich einen Schurken genannt und das vor den Augen der ganzen Dienerſchaft! Und ich wurde, was er mich ſchalt ein Schurke! wurde es, weil er mich entehrt hatte, weil es mir Bedürf⸗ niß war, mich zu rächen. Aber ich verbarg mich unter einer demüthigen Maske, bis die Gelegenheit kam; ich wurde glatt und weich, wie eine Schlange, bis der Augenblick kam, wo ich ſtechen konnte. Er kam; be⸗ günſtigt durch das Dunkel und die Verwirrung konnte ich ohne Gefahr entdeckt zu werden, auf ihn ſchießen und ihn dann berauben. Ich bereue nicht, was ich damals that. Er verdiente es, der Grauſame, der Nieder⸗ trächtige.

Still! unterbrach ihn Herbey mit Strenge. Unglücklicher, denk' an dich ſelbſt und an das, was dich erwartet. Denke ans Verzeihen, nicht an's Fluchen.

Die Zeit des Heuchelns iſt vorbei, Herr, antwor⸗ tete der Sterbende mit ſchwacher, röchelnder Stimme. Ich habe viel gelogen. Jetzt will ich wahr ſein. Was ich gegen Graf R. that, kann ich nicht bereuen. Gott ver⸗ zeihe es mir wenn er kann. Aber was ich gegen Sie beging, das habe ich bereut, ſo daß ich von mei⸗

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