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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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Unglücksahnung auf ſeiner Seele lag, zu entfernen. End⸗ lich erreichte Eduard das Ziel ſeiner Reiſe. Ein hübſches Häuschen am Ufer des Wenerſees, von Laubgehölz um⸗ geben, zeigte ſich vor ſeinem Blicke Es ſieht freundlich aus, als ob Tugend und Wohlbehagen varinnen wohnten. Eduard wird von ſeinem Führer in ein Zimmer gewieſen, deſſen zugezogene Gardinen nur ein ſpärliches Licht her⸗ einlaſſen. Ein Mann mit der Feder in der Hand ſitzt an einem mit Papieren bedeckten Tiſche; neben ihm ſteht ein Geiſtlicher.

Nun, iſt es fertig? fragte eine hohle Stimme, die aus einem Bett mit zurückgezogenen Gardinen kam.

Ja, antwortete der Schreibende mit ſtrengem Ernſt. Es fehlt bloß noch Ihre Unterſchrift.

Iſt noch Niemand gekommen? fragte die Stimme

mit Unruhe und Ungeduld. In dieſem Augenblick trat Eduard Herveh hervor. Im Bette wurde eine convulſi⸗ viſche Bewegung gemacht. Ein bleichgelbes, unheimliches, mehr von Leidenſchaften als von Leiden entſtelltes Ge⸗ ſicht ſtarrte aus den Gardinen hervor und die wilden, weit geöffneten Augen ſahen ſpähend in Eduards Geſicht⸗ Er iſt's, ja, er iſt's! ſagte der Kranke, wie für ſich;

er, der mein Kind rettete! Ihr Name iſt Eduard Hervey?

Ja, antwortete Eduard. Haben Sie immer ſo geheißen? Wozu dieſe Frage? ſagte Eduard, der ſeinerſeits den Kranken aufmerkſam betrachtete. Erkennen Sie mich? Sie ſind es, deſſen Knabe auf der Tärnaer Haide in den Strom fiel Und den Sie mit eigener Lebensgefahr retteten... Ja, aber Sie haben mich früher geſehen, früher Eduard betrachtete ihn lange.Es ſcheint mir auch, ſagte er,aber ich kann mich nicht erinnern, wann und wo.

Herr Eduard D.! Ich war Schreiber beim Gra⸗