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indem er ſeine Lippen auf Evlas kalte Hand drückte.„Lebe wohl, du edles, du ſtarkes Weib! Evla, leb' wohl! Du haſt mich arm zurückgelaſſen!“
So fühlten Alle im tiefbetrübten Herzen. Baron H. und Klara trugen Nina von dem Sterbebette weg.
„Schreib an Eduard Hervey,“ bat die Arme nachher die Baronin H.,„ſchreib ihm, was vorgefallen iſt, was. ich gelobt habe. Ich vermag es nicht.“
Die Baronin verſprach es. Seit Edla todt war und die Gräfin, nach der Ueberſchwemmungsnacht erkrankt, nur nach ſich ſelbſt fragte, nahm ſie ſich Ninas wahr⸗ haftig mütterlich an.
Edla ſtarb das Geſicht gegen das Fenſter und den Himmel gewandt. Die Sterne blickten freundlich ſtrah⸗ lend auf die erblaßten Züge, und wachten über ſie in der ſtillen Nacht.
Das Verbrechen.
„Ich habe tief bereut und Viel gelitten bei dieſer Reue! Möge das Sie erweichen.“
Unſere Leſer werden fragen:„Wie und woher kamen Baron H's. ſo auf einmal in die Ueberſchwemmungsnacht? Zur Erklärung dieſes Umſtandes wollen wir ihnen berich⸗ ten, daß ſie auf einem Ausflug vom Paradies unvermuthet. mit Graf Ludwig zuſammentrafen, der auf ſeiner Reiſe nach Norrland begriffen war, und ſo gleich den Entſchluß faßten, zu gleicher Zeit mit ihm dort zu ſein: in welcher Ab⸗ ſicht und auf weſſen Wunſch, wird der Leſer leicht errathen. Sie führten ihren Plan aus und kamen um zu retten, um zu tröſten, aber ohne die Schläge des Unglücks abwehren zu können, die mehr als eine Bruſt zermalmten.
Auf Ninas Bitte ſchrieb jetzt die Baronin an Her⸗


