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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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ſind. Sie ſagen uns, daß beide zugleich eriſtiren, daß ſie in einander leben und anders nicht leben können. Das Zeitliche ohne das Ewige wäre eben ſo leer, wie das Ewige ohne das Zeitliche. Der Menſch gehört zwei Welten an. Sein Leben iſt zugleich vergänglich und un⸗ vergänglich. Es iſt ein fortgeſetztes Ein⸗ und Ausgehen in und aus dem zeitlichen Leben; lebt aber dieſes ewige Leben, d. h. Gottes Leben, Gottes Reich rein in ſeiner Seele, ſo kann Nichts ſie gefangen nehmen oder verfin⸗ ſtern. Unter allen Wechſeln eines unendlichen Lebens bleibt ſie frei, klar und ſelig, ein vernünftiges und liebevolles Organ für den Willen der ewigen Liebe, im innigen und harmoniſchen Verhältniß zur Natur, zur menſchlichen Ge⸗ ſellſchaft und zu Gott.

So die von der Vernunft des Ewigen aufgeklärte Menſchenvernunft und die Offenbarung? Was lehrt der Gottgeſandte?

Ich, ſpricht er,bin das Thor für die Schafe. Wer durch mich eingeht, der wird ſelig werden, er wird ein⸗ und ausgehen und Waide finden.

Wie klar und wie einfach iſt hier die tiefe Lehre! Der durch Jeſus zur Liebe und Heiligung neugeborne Geiſt wird unter allen Entwicklungen des Lebens jeder⸗ zeit ſich ſelbſt, ſeine Fraunde, ſeine reine Liebe, ſeinen Wirkungskreis, die Nahrung ſeines Lebens wieder finden.

Er wird aus⸗ und eingehen und Waide finden.

O du! fuhr Edla mit unendlicher Klarheit und Innigkeit fort, indem ſie ihren Arm um den Hals der knieenden Nina legte,du, die du meinem Herzen ſo lieb, ſo unbeſchreiblich theuer biſt.auch dein ſchönes, ge⸗ liebtes Geſicht werde ich in einer ſchöneren Heimath wieder ſehen. Laß mich es wieder ſehen als ein getreues Bild derſelben lieblichen Seele, aber auch einer höhern und ſtärkeren. Mein letztes Gebet für dich iſt nicht um irdiſche Glückſeligkeit, ſondern um Veredlung und Vortrefflichkeit. Uund jetzt. fügte ſie hinzu, indem der Ausdruck hef⸗