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beifahren.„Nina!“ antwortete eine Stimme, die dem Grafen Ludwig gehoͤrte.„Gut!“ rief Baron H. ſchon weit fortgetrieben. Und die Wogen rollten und der Sturm heulte, der Regen ſtrömte herab, und durch das Getoſe und die Zerſtörung machte ſich Menſchenſchmerz laut. Durchdringendes Geſchrei von Liebe und Verzweiflung durchſchnitt die Luft, wie ſcharfe Schwerter das Herz. Die Worte:„Meine Frau! meine Kinder! Mutter! Bruder!“ wurden im Sturme hin und her geworfen. Aus halb überſchwemmten Hütten hoͤrte man angſtvolle Bitten um Rettung. Die Mütter ſtreckten ihre ſchreienden Kinder zum Fenſter hinaus. Aber Graf Ludwig war taub für ihre Klagen. Er wachte unermüvlich nur über ſein Fahr⸗ zeug. Und ſicher ſchoß es dahin, und es war ſtille darin, ſtill wie der Tod. Mit großen Tropfen des Angſtſchweißes auf ſeiner todesblaſſen Stirne ſaß der Ruderer ſtill und bewegte ſeine Ruder mit kräftigen Armen. Wenn irgend ein Hinderniß das Boot aufhielt, ſo ſah man ihn bis an den Hals im Waſſer watend arbeiten, um es frei zu ma⸗ chen. Im nächſten Augenblick ruderte er wieder aus allen Kräften, und ſah ſich immer näher und näher den An⸗ höhen. Dort ſchimmerten Lichter, dort wurden Stimmen gehört, dort wurden Thränen geweint, dort wurden Ge⸗ bete geſtammelt. Dort landete er endlich.
Die letzte Stunde.
„Laßt die Gedanken uns erheben.“ Thorild.
Matt ſchien die Sonne aus graugelben Wolken am Tag nach dieſer ſchrecklichen Nacht. Matt ſchienen ihre Strahlen auf Evlas Lager und auf ihr Geſicht, in welches
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