edles dann arm ränk⸗ chon⸗ G— ein iebſte dein ebſt,
regte
be⸗ mme rzeu⸗ dla!
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Hervey beſitzt mein Herz, meine Kraft, mein Leben! Edla, höre mich! Laß mich dich bitten! O, laß dich er⸗ weichen! Trenne uns nicht; oder ſoll ich ſagen: Warum tratſt du zwiſchen mich und den Tod, als er mich in mei⸗ nen jungen Jahren wegnehmen wollte? Ich hätte dann nie die Schwere des Daſeins, hätte nicht den Himmel der Liebe und des Lebens kennen gelernt, hätte nicht ge⸗ kämpft, mich nicht vergebens geſehnt, wäre nicht flehend vor dir geſtanden, und hätte nicht um Glückſeligkeit ge⸗ bettelt. O, wenn du dieſes Licht der Erde, das du mir in jener Nacht aufgehen ließeſt, nicht für immer aus⸗ löſchen, wenn du dieſe Bruſt, die du an der deinigen ge⸗ wärmt, nicht auf immer von Kälte erſtarren laſſen willſt — Edla, o, ſo gib mir das Leben aufs Neue! Gib mir es zum zweitenmal;— verdamme meine Liebe nicht; ſegne den, den ich liebe— trenne uns nicht.
„Du ſagſt, er habe heilige Pflichten gebrochen. Die Verläumdung mag ihn anſchwärzen, Edla! Vielleicht, daß er ſich nie von dem Schatten befreien kann, den ein un⸗ freundliches Schickſal auf ſein reines Leben geworfen hat. Er hat mich das ſelbſt ahnen laſſen. Mag es ſein! Was thut es denn, meine Edla? Gott fieht ja auf das Herz! —— und das Erdenleben iſt nicht ſo lang. Ich will ſein Schickſal theilen; ich will ſeine Schande tragen, wenn Schande auf ihm laſten ſoll. Leben und Tod, Sorge und Noth, Alles iſt mir lieb an ſeiner Seite. Eine höhere Macht hat unſere Seelen auf immer vereinigt. Evla, trenne uns nicht!“
Edlas Thränen floßen:„So viel Liebe,“ ſagte ſie wie für ſich,„und für einen Betrüger!“
„Er iſt nicht ſchuldig!“ betheuerte Nina mit innig⸗ ſter Ueberzeugung.„Wie ich an Gottes ewige Güte und Wahrheit glaube, ſo glaube ich auch an die Herveys, ſeines edelſten Werkes. Iſt er ein Verbrecher in deinen Augen, Evla, ſo bin ich es auch. Du kannſt ihn nicht verſtoßen, ohne auch mich zu verſtoßen. Evla, bin ich


