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ſcheuen; ich will an ihn denken, um veſto inniger Eduard Hervey zu bewundern und zu lieben.“
„Eduard Herveh!“ brach Edla beinahe mit einem Schreckensrufe aus.„Eduard Hervey iſt alſo ſein Name! Alſo auch das iſt wahr! O mein Gott! Unglückliche, be⸗ trogene Nina!“
Nina betrachtete Evla mit ſtiller Faſſung.
„Nina!“ fuhr Edla fort—„wenn ich dir ſage, daß der Mann, den du liebſt, es nicht verdient, daß er dich betrogen hat, daß ſein einnehmendes Aeußere eine falſche Seele, ſeine Güte wollüſtige Schwäche verbirgt, daß er ſeinen Freund und Wohlthäter betrogen, daß er die Schwe⸗ ſter dieſes Freundes verführt und ihren Tod verurſacht hat— daß er die heiligſten Pflichten verletzt hat, wirſt du ihn auch dann noch lieben, Nina?“
„Edla,“ antwortete Nina ruhig,„ich weiß, daß ein düſteres Geheimniß über ſeinem Leben liegt, ich weiß, daß man ihn einer Sache geziehen hat, an der er unſchuldig iſt. Er wird ſich eines Tages rechtfertigen und ſollte er es nicht können— ſo iſt er doch unſchuldig; ich weiß, daß er es iſt.“
„Und wenn ich einen Zeugen für die Wahrheit her⸗ beiführen könnte, die du mir auf mein Wort nicht glauben willſt— wenn Graf Ludwig eben der Freund wäre, den er betrogen, deſſen Schweſter er unglücklich gemacht at!“
5„So würde ich es doch nicht glauben! Weder ihm, noch ſonſt einem Menſchen, der Schlechtes von Eduard Hervey bezeugt. Mein Leben will ich für ſeine Unſchuld wagen.“
Edla ſah Ninas heftige Spannung. Sie gebot ſich ſelbſt Ruhe, nahm der Schweſter Hand und zog ſie ſanft zu ſich auf die Grasbank.„Höre mich ruhig an, Nina,“ bat ſie,„und laß dein beſſeres Gefühl, deinen Verſtand zwiſchen uns urtheilen. Deine Verbindung mit Graf Ludwig iſt lange mein Lieblingsgedanke geweſen, das geſtehe ich gerne zu. Ich kenne ihn ſeit ſeiner Ju⸗
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