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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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über dieſe Gedanken nachdenken. Ich möchte jetzt gar zu gern das Schoͤnheitswaſſer der Generalin wiſſen.“

„Ich will Ihnen zuerſt ſagen, was es nicht iſt, dann können Sie es errathen. Es iſt nicht Religion, es iſt nicht Philoſophie, obgleich ſie gewiß eine fromme und ge⸗ ſcheidte Frau iſt, es iſt nicht das Leben in der Geſellſchaft, es iſt nicht häusliches Glück,— ich habe hierüber ihr eigenes Bekenntniß— und nun ſagen Sie mir, was es iſt.“

„Wäre die Rede von einem Mann, ſo würde ich ſa⸗ gen: ein guter Magen; da es ſich aber von einem Frauen⸗ zimmer und zwar von einer ſolchen Geſichtsfarbe handelt, ſo ſage ich: ein guter Schlaf.“

„Ganz richtig, ganz richtig! Wie ſcharfſinnig Sie ſind! Ja ſie ſchläft gut, und ſo feſt, daß ſie ſich am Morgen kaum erinnert, was ſie am Abend vorher betrübt hat. Ein guter Schlaf, das iſt ihre ganze Philoſophie. Sie iſt ein ganz anderes Weſen, als Fräulein Edla, die mit allem ihrem Bücherſtaub kein Bischen lebhafter oder ſchöner geworden iſt. Ja, ihre unendliche Naſe...

„Edla,“ ſagte Fräulein Margarethe mit einem Ton, der alles Witzreißen über ſie abſchnitt—„Ebla iſt eine Perſon, von der ich die hoͤchſte Meinung habe, auch weiß ich, daß ſie in kleineren Zirkeln recht angenehm ſein kann.“

„Mein Gott! Ich hege die allergrößte Liebe.. Verehr.„ja wahrhaftig, ich hege ſowohl Verehrung als Liebe für ſie. Ich bin überzeugt, daß ſie ein vortreff⸗ liches Frauenzimmer iſt, und wolite blos bemerken, daß die Sorten verſchieden ſeien.“

„Und wiſſen Sie wohl, daß auch die ſchöne Nina eine ungewöhnliche Erziehung erhalten haben ſoll 2 Lau⸗ ter Studien von ihrem neunten Jahre an, Mathematik ſagt man und Staatswirthſchaft und...

„Gott bewahre uns! Dann wundere ich mich nicht mehr, daß die Knospe ſo zart geblieben iſt. Wer kann