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Edlas Augen ruhen zuweilen auf Nina. Sie ſucht einen Anflug von Unruhe zu verſcheuchen. Profeſſor A. iſt neben ihr und ſpricht lebhaft, weniger mit ihr, als damit ſie es hoͤren ſoll.
Die übrige Geſellſchaft bildet verſchiedene ſtille Grup⸗ pen. Wir wollen uns an eine minder ſchweigſame halten, die dem Leſer ſchon aus früheren Zeiten bekannt iſt.
Baron H. ſetzt ſich ſo bequem als möglich in einen Lehnſtuhl neben Fräulein Margarethe, die, obgleich Etwas älter und ſtärker als damals, wo wir ſie zum letztenmale ſahen, immer noch eine ſehr ſchöne und ſtattliche Dame iſt, und ſich unter den Widerwärtigkeiten der Welt, un⸗ angefochten von der Zeit, ihre ſchoönen Zähne, ihre weißen Hände und ihren guten Humor erhalten hat.
Baron H. ſucht immer noch eine Frau mit oder ohne Geld, ſagt erz er iſt inveß noch zärtlicher für ſeinen Kör⸗ per beſorgt, ſein Blick für die Welt und ihre„Sorten“ iſt noch ſchärfer geworden und auch ſeine Herzensgüte und Munterkeit haben zugenommen. Es gibt ſolche Leute. Baron H. und Fräulein Margarethe find außerordentlich erfreut, einander zu treffen.
„Nun, mein gnädigſtes Fräulein,“ beginnt der Ba⸗ ron, nachdem die erſten Begrüßungen vorüber ſind— „wer von uns hätte wohl gedacht, als wir heute vor vierzehn Jahren bei der ſeligen Ercellenz D. beiſammen waren, daß wir uns an demſelben Tage, in demſelben Monat, nur vierzehn Jahre ſpäter, bei einem ſolchen Feſte wieder treffen würden? Damals war Fräulein Adelaide — jetzt Gräfin Alarich W.— in ihrer höchſten Blüthe. Aber mein Gott warum iſt ſie nicht hier? Wie be⸗ fehlen Sie?„Verhindert!“ Ja ſo! ha, ha! Ich verſtehe! Nun, nun, das iſt ganz in der Ordnung. Ich gratulire. Und die kleine, beſcheidene Mamſell Roͤnnqvist, ein gar zu artiges Weibchen, die mir jetzt gerade in den Mund kommt— wo iſt fie? Iſt ſie auch verhindert? Mein Gott. Wie befehlen Sie? Ja ſo, ſie iſt bei der Gräfin Alarich— ſie pflegt ſie und ihr Kind— brav ſo. Bremer, Rina. 3


