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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
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mehr zu repräſentiren u. ſ. w. Dieß hätte ihm eines Theils ſein eignes, beſchränktes Vermögen nicht geſtattet, theils habe er Edla nicht mit einer Lebensweiſe beſchwer⸗ lich fallen wollen, die ihren Neigungen ſo ganz und gar widerſpreche und ſie an ihren Lieblingsbeſchäftigungen hin⸗ dern würde und deßhalb.. deßhalb. deßhalb. habe er es fürs Beſte gehalten. habe er es für ſeine Pflicht angeſehen, ſich mit Gräfin M. zu vermählen, vor deren Charakter und Talenten er die unbegränzteſte Hoch⸗ achtung hege. Edla ſagte Nichts, ſondern verhielt ſich ſchweigend; als aber auch der Präſident in einem gewiſſen verlegenen Huſten ſtecken blieb, ſo hielt ſie es für Pflicht, ihn mit ſich ſelbſt zu verſohnen.

„Möge ſie meinen Vater glücklich machen,“ ſagte ſie, „dann wird die Gräfin uns Allen lieb und theuer ſein und gewiß wird auch viel Angenehmes mit ihr in unſer Haus kommen. Jetzt erhält Nina einen ganz andern Leh⸗ rer im Italieniſchen und im Harfenſpiel, als man ihr für Geld verſchaffen könnte. Die Gräfin ſoll eine ausgezeich⸗ nete Künſtlerin ſein.“

„O göttlich, göttlich!“ rief der Präſident, der jetzt wieder Luft hatte, und unerhörte Vortheile für ſeine Tochter in dieſer Parthie ſah. Er breitete ſich wohlge⸗ fällig darüber aus, wurde aufgeräumt und glücklich und war auf dem beſten Wege, ſelbſt zu glauben, er habe ſeine Ruhe für die Erziehung ſeiner Tochter aufgeopfert.

O ihr ſüßen Kleinigkeiten, die ihr mit kleinen und großen Thorheiten ausſöhnt, dem Gehaltloſen Gewicht gebt, das Bittere verſüßet, das Unglück ſelbſt aufheitert, und uns in ein gutes Vernehmen mit uns ſelbſt bringt; — ihr ſüßen Kleinigkeiten und angenehmen Woͤrtchen, wie liebenswürdig ſeid ihr, wenn ihr im Dienſte eines wohl⸗ wollenden Herzens ſtehet, das euch zur rechten Zeit an⸗ wendet! Ihr ſeid die kleinen Pagen der Königin Güte und fröhlich und ſchön ſeid ihr, wie die Liebesgötter. Wenn du dieſe Zeilen lieſeſt, gute H., ſo denke, daß ſie dir gewidmet ſind.