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Neuigkeiten.
„Was Neues? Was Neues?“ Ennuys.
Der Morgen kam und mit ihm ein Brief an Edla, der ſie höchlich in Verwunderung ſetzte, denn die Ueber⸗ ſie ſchrift war von des Präſidenten Hand. Noch überraſchen⸗ en der war ihr indeß ſein Inhalt Ihr Vater benachrich⸗
“ tigte ſie von ſeiner Verlobung mit Gräfin Natalie M. on Er ſchrieb, er werde den Tag über nicht zu Hauſe ſein und habe ihr am liebſten ſchriftlich eine Neuigkeit mit⸗
0 theilen wollen, von der er fürchte, daß ſie ihr im erſten
ich Augenblick unangenehm ſein möchte. Im Uebrigen er⸗ cht klärte er ſich gegen ſeine Tochter mit einer liebenswürdi⸗ ei⸗ gen Aufrichtigkeit über einen Schritt, den er vielleicht im in Stillen nicht vollkommen übereinſtimmend mit jener Kon⸗ em ſequenz und Klugheit fand, auf vie er ſein ganzes Leben hindurch ſo großes Gewicht gelegt hatte.„Es gibt gar
zu Mancherlei,“ ſchrieb der Präſident,„was ſich macht, man cht weiß kaum, wie. Aber wenn es einmal geſchehen iſt, ſo em kann man nichts Klügeres thun, als man ſucht ihm die her beſte Seite abzugewinnen. Ich kann nicht hoffen, mein we⸗ beſtes Kind, künftig mehr Behagen in meinem Hauſe zu rbe finden, als mir bisher deine liebevolle Fürſorge bereitet th⸗ hat— und ich hoffe, du wirſt dich auch ferner dieſes ete Geſchäftes annehmen— allein die Talente und die An⸗ muth der liebenswürdigen Gräfin M. werden ihm einen
und größeren Glanz geben. Ihr Reichthum wird mich ihn
den Stand ſetzen, meiner geliebten Nina eine würdigere Ausſteuer zu geben. Gräfin M. iſt entzückt von ihr und ſchätzt ſich glücklich, ſie als ihre eigene Tochter betrachten zu dürfen. Endlich, meine beſte Edla, hoffe ich, daß du ſelbſt in Gräfin M. eine Freundin finden wirſt und eine Geſellſchaft, die eben ſo aufheiternd für dich ſein wird, wie deine Freundſchaft für ſie; und ich preiſe Gott, wenn


