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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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Glück finden, als mir im Hauſe meines Vaters zu Theil wird.. Du biſt die beſte Tochter allein in dieſem Hauſe können Veränderungen vorgehen. hm Nina wird vermuthlich bald heirathen und ich und ich und mein beſtes Kind, eine ſolche Partie, wie der Profeſ⸗ ſor A., ein ſo reicher, ſo gelehrter, ſo angeſehener Mann und ſo verliebt in dich, kommt nicht alle Tage. Wahrhaftig, ich glaube, du thuſt unrecht, ſeine Hand aus⸗ zuſchlagen.

Ich ſchätze A. von ganzem Herzen, ſagte Edla, er wird jederzeit mein Freund, mein beſter Freund blei⸗ ben; allein eine nähere Verbindung mit ihm würde mich nicht glückilch machen. A. thut mir oft recht weh. Seine Zweifelkrankheit denn ſo kann man ſein beinahe eigen⸗ finniges Zweifeln über die wichtigſten und höchſten Inter⸗ eſſen der Menſchheit wohl nennen hat etwas unend⸗ lich Peinliches. Ich habe ihm ſo manche Aufklärung, ſo manche nützliche Lehre zu verdanken; allein er hat auch manche Unruhe, manche Qual in meiner Seele hervorge⸗ rufen. Sein grübelnder, unruhiger, widerſpruchsvoller Geiſt ſtört die Ruhe meiner Seele und ich habe oft ganze Tage lang ſchwere Mühe gehabt, den Eindruck zu über⸗ winden, den ein Geſpräch von einer Stunde mit ihm auf mein Gemüth hervorbrachte.

Aber, mein beſtes Kind, dieß wird vergehen, ſobald du ihn alle Tage und alle Stunden ſehen kannſt. Du mit deinen Kenntniſſen und deiner feſten Ueberzeugung wirſt ihn leicht von ſeinen irrthümlichen Ideen abbringen. Du wirſt ihn bekehren, wirſt ihn zum Proſelyten machen.

Ach, Vater, ſagte Edla ſeufzend und zugleich lä⸗ chelnd,dieſe Arbeit geht weit über meine Kräfte. Ueber⸗ dies fürchte ich, daß man einen Zweifler an Gott und Unſterblichkeit ſchwerlich durch Vernunftgründe zum Glau⸗ ben führen wird. A. bedarf einer Frau, die durch ihre ſchöne Seele, ihre Frömmigkeit und ihre Liebe ihm ein lebendiges Gefühl der Wahrheit einflößt, die zu erfaſſen