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Die Schattenbilder ſind zu Ende und mit ihnen mein Geſchäft. Herzlich gerne möchte ich jetzt die Feder wie⸗ der in Madame Werner's Hand zurückſtellen, aber wie wenn ſie etwas beleidigt wäre, daß ich ihr in die Rede gefallen bin, zeigt ſich gerade um die Zeit, nämlich un⸗ mittelbar nach Hagar's Tod, eine bedeutende Lücke in ihrem Briefwechſel, deren wahren Grund ich nicht an⸗ geben kann und die ich außer Stands bin zu füllen. Du mußt dich deßhalb zufrieden geben, werther Leſer, und— wenn es dir gefällig iſt— übergehen zum
Vierundzwanzigſten Brief. Roſenvik, den 23. Mai.
Wieder hier! Ich ſitze allein. Ich habe Bär nach Ramm gejagt, damit er ſich dort wohl umſehe und zuerſt ſich, ſodann mich mit den Ereigniſſen bei der Nachhoch⸗ zeit unterhalte. Ich befinde mich nicht wohl, bin träge und müde, ſehe Ramms graue Mauern an, denke an Se⸗ rena und habe das Heimweh nach Bär. Es geht gegen Abend, er muß wohl bald zurückkommen. Ich war ſeit Serena's Hochzeittag nicht mehr recht wohl. Ich wurde dabei gar zu ſehr aufgeregt. Bruno's Unruhe an die⸗ ſem Tage, ſeine beinahe wilden Fragen Vormittags an Serena:„Liebſt du mich? Willſt du mein werden in Freud und Leid, in Zeit und Ewigkeit?“ was bedeuten ſie wohl?„Ich will dir heute Abend antworten; komm auf den Abend wieder,“ ſagte Serena in ihrer lieblichen, in⸗ nigen Weiſe. Das beruhigte ihn. Und am Abend, als ſie getraut und der Segen über ſie geſprochen war, da war er verändert. Eine große Dankbarkeit ſchien ſein Weſen zu erheben und zu beruhigen. Ich ſah ihn Se⸗ rena in ſeine Arme ſchließen und— weinen. Ach, warum


