Druckschrift 
Die Nachbarn : Skizze aus dem Alltagsleben / von Friederike Bremer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

n n

E

es nd

= ar de te die n⸗

er, n⸗ kle ich ei⸗ om tte

ſich erſchoſſen. Er war der einzige Sohn einer unbe⸗ mittelten Wittwe.

Ich verließ den Pharaotiſch. Ich ſuchte von dem Böſen, was ich verſchuldet, wieder Etwas gut zu machen. Ich ſuchte das Flend der Menſchenklaſſe zu lindern, ge⸗ gen die ich mich vergangen hatte. Aber was iſt die Wohlthätiakeit des Spielers? Sie iſt gleich dem Almo⸗ ſen des Räubers ein Blutpfennig. Sie kann dem Herzen keine Verſöhnung erwerben. Ich empfand dieß. Da ſuchte ich Liebe. Liebe, dachte ich, werde mich Alles vergeſſen und Alles genießen laſſen. Ich warf mich, ich verſank in der Liebe nein, heilige Flamme, verzeih, nicht in die deinigen! in die Arme der Luſt verſank mein Leben. Ich glaubte mich geliebt; ich wurde betro⸗ gen; ich betrog wieder und taumelte von Verirrungen zu Verwirrungen aber wie die Welle vor Tantal's Lippen flieht, ſo floh Genuß und Unruhe von mir. In fünfzehn Jahren habe ich wohl Augenblicke wilder Freude gehabt, aber keine Stunde, zu der ich ſagen möchte: Bleibe; keinen Tag, den ich bitten möchte:Komm wieder! Eine unendliche Leere, die Nichts ausfüllen zu können ſchien, ein verzehrender Durſt nach Etwas ich wußte ſelbſt nicht, was herrſchte in meiner Seele vor. Mitunter in ruhigeren Augenblicken, ja, wohl auch in denen des wildeſten Genuſſes, trat ein Bild vor meine Seele, deſſen Zauber und Qual für mein Herz ich nicht beſchreiben kann. Alles, was meine Kinderjahre Un⸗ ſchuldiges und Schönes, Alles, was meine erſte Jugend an Lebensglanz und Glück hatte, Alles, was ich zuweilen vom Himmel und ſeinem Frieden geträumt, ſchien in dieſen Augenblicken in ein einziges Bild zu verſchmelzen und dieſes Bild trug deine Züge, Serena. Da ent⸗ ſtand in meiner Seele namenloſe Sehnſucht und Ver⸗ zweiflung.

Noch einmal raffte ich mich aus einem weichlichen und berauſchten Leben empor. In einer weit ausgedehnten