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Die Nachbarn : Skizze aus dem Alltagsleben / von Friederike Bremer
Entstehung
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mein Schickſal ſelbſt geſchaffen. In meines Vaters Haus liebten wir einander und gelobten einander die Ehe. Ich war es, die das Gelübde brach meine Aus⸗ ſchweifungen und Verbrechen erweckten ſeinen Abſcheu. Ich wollte ihn hinabziehen er floh mich. Da ver⸗ ſolgte ich ihn, und es war mein Loos, von ihm ver⸗ achtet, verſtoßen, dennoch gezwungen zu ſein, ihn zu lieben, nicht athmen zu können, außer in dem Feuer, das mich verzehrte. Die Liebe zu ihm war meine Strafe. Sie hatte meine Seele gebeugt, aber gebeſſert. Bruno duldete mich um ſich duldete den Sturmwind, der ſein Leben mit nie raſtender Unruhe umbrauste. Dieß gab mir Kraft zu leben, ja die Hoffnung, das Herz wieder gewinnen zu können, das ich verloren. Deß⸗ halb folgte ich ihm bis in dieſes Land in deſſen Erde ich bald ruhen werde. Bruno feſſelte ſich an Serena und wollte mich los werden. Er bot mir reiche Gaben an und bat mich, in mein Vaterland zurück⸗ zukehren. Es lag nicht bloß Wunſch, es lag Befehl in ſeinen zermalmenden Worten. Ich ſtellte mich, als wollte ich gehorchen, beſchloß aber zu ſterben. Meine Gefühle waren wild. Kalt war der Winterabend, da ich meinem Leben ein Ende machen wollte. Bruno war bei ſeiner Braut, ich allein in dem finſtern Wald kalt war der Winterabend und deßhalb war wohl mein Blut ſo ſtarr, meine Hand ſo betäubt ſie wollte nicht gehorchen da beſchloß ich, ihn und ſie zu ſehen ich lief hieher ich ſah ihn und ſie da machte Eiferſucht mein Gehirn wild das Uebrige wißt ihr. Roch einmal verzeihet, noch einmal höret die Worte: Ich habe Bruno Richts vorzuwerfen aber ihn für Vieles um Verzeihung zu bitten. Er verdient eure Enkelin und in den unbekannten Räumen, wohin mein Geiſt geht, werde ich ihn und ſie ſegnen. Wenn ihr mir ver⸗ eihet, ſo reichet mir eure Hände, damit ich ſie an meine ippen drücke. Wenn ihr mir verzeihet, ſo ſaget mir, daß ihr die Verbindung nicht hindern wollt, die mein

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