m⸗ iſt, ein e⸗
ilt⸗ ar⸗ rer en, de
473
zu vereinigen. Hagar hat von Rechten geſprochen, die ſie an dich habe.. von früheren Banden, die dich an ſie feſſeln. Hat ſie die Wahrheit geſprochen, Bruno, ſo bleibt meine Bitte dennoch dieſelbe! Komm zurück, Bruno, zu mir, zu ihr!
„Höre, Bruno! Laß uns auf's Neue Kinder ſein. Laß uns ſein, wie in den Tagen— den ſchönen Tagen! — da wir zuſammen in den Wäldern von Ramm die Morgenſonne begrüßten und die Schatten des Waldes uns noch dort beiſammen trafen, voll Frieden und Zu⸗ verſicht zu einander. Erinnerſt du dich eines Abends, als es im Walde finſter wurde und ich ſagte:„Fürch⸗ teſt du nicht, im Finſtern zu verirren?“ Du antworte⸗ teſt:„Mit dir iſt der Weg hell für mich.“ Und ich ſagte wieder:„Und mit dir fürchte ich mich nicht im Finſtern.“ O Freund meiner Kindheit! Kann es nicht werden, wie es damals war? Das Leben iſt der Wald und er kann finſter ſein— o, ich habe es ſeit einiger Zeit ſehr ge⸗ fühlt— laß uns zuſammengehen auf dem finſtern Wege, Bruno;— reiche mir die Hand als Freund, als Bru⸗ der— dann wird der Weg vielleicht noch für uns beide hell. Höre meine Bitte— ich bitte dich mit Thränen — komm wieder, Bruno, geliebter, ewiggeliebter Freund, komm wieder.
Deine Serena.“
Mit zitternder Hand gab Hagar den Brief zurück. „Du liebſt ihn noch mehr als ich,“ ſagte ſie. Ein bit⸗ terer Ausdruck flog über ihr Geſicht und ſie zog die Decke über ihren Kopf.
Serena ſandte ihren Brief ab. Wenige Stunden darauf war Bruno zu ihren Füßen. Sie ſprachen nicht, aber unwillkürlich ſchlangen ſie ihre Arme um einander, unwillkürlich ſchmolzen ihre Seelen wieder in einem namenloſen Gefühle zuſammen.
Von dieſem Augenblick an ſaß Bruno oft an Ha⸗ gar's Krankenlager. Die kühne und wilde Hagar war


