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ſtammelten ihre Lippen; dann wurde ſie ſtill und ihre Augen ſchloſſen ſich.
Dieß Alles war das Werk weniger Secunden. Es war ein ſchrecklicher Augenblick, aber noch grauenvoller war der, der folgte. Bruno's Verzweiflung war düſter und ſtumm. Der alte Dahl zerraufte ſein graues Haar und rief:„Mein Kind! Mein Kind!“
Bär allein blieb ruhig; er allein brachte die Andern wieder zur Beſinnung und Ordnung.
„Es iſt ja nur geritzt! Sie iſt, hol' mich der Teu⸗ fel! ſo wenig in Gefahr, als ich!“ ſchrie er den alten Großeltern zu, indem er ſich anſchickte, Serena zu ver⸗ binden. Aber ſie ſtieß ſeine Hand weg und ſagte, auf die unbeweglich liegende Hagar deutend:„Helfen Sie ihr, belfen Sie ihr! Sie bedarf es mehr, als ich!“ Bär jedoch verließ ſie nicht, bevor ſie verbunden war, dann bat er mich, ſie und die weinenden Alten in ein anderes Zimmer zu führen.
Hagar, die man todt geglaubt hatte, zeigte bald Spuren von Leben, wurde in's Bett gebracht und in Bär's Obhut übergeben. Mit großer Geiſtesgegenwart ordnete Serena Alles an, was zu ihrer Bequemlichkeit erforderlich war, und ſchien vergeſſen zu haben, daß ſie ſelbſt gelitten hatte. Mit den zärtlichſten Worten ſuchte ſies die Alten zu beruhigen und verſchloß ihnen den Mund mit Küſſen, als ſie Vorwürfe gegen Bruno äußern wollten.„Wir wiſſen ja noch Nichts,“ ſagte ſie bittend und eindringend,“ wir können, wir dürfen nicht urtheilen! Laßt uns warten, bis die Zeit kommt. Bruno wird ſich erklären;„Alles kann noch gut werden.“
Darauf ging ſie zu Bruno, der in düſteres Grübeln verſunken daſtand, und bat:„Gehe heute Abend nach Ramm zurück, Bruno, und komm morgen wieder. Dann werden wir Alle ruhiger ſein. Und ſei heute Nacht nicht unruhig. Sie wird die beſte Pflege haben. Doctor Werner wird bei ihr bleiben. Mein lieber Freund,


