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und ma chère mére, deren gute Laune ſich wieder ein⸗ geſtellt hatte, ſagte lachend und ſcherzend zu dem Land⸗ richter, der ganz beſtürzt aus ſeinen grünen Vorhängen bervorguckte:„Lieber Landrichter, Sie ſtecken ihren Futſcher mit Ihren poetiſchen Phantaſieen an, ſo daß er die Wegverordnung confundirti“—„Landrichter Hök und poetiſche Phantaſien!“ dachte ich,„das vaßt unmöglich zuſammen.“—„Wenn ein Himmelswagen kommt,“ ſagte der Landrichter, poetiſcher, als ich ihm zugetraut hätte, „wer kann da noch an die Weggeſetze der Erde denken?“ So ſcherzten ma chère mère und Landrichter Hök einen Augenblick, worauf Himmelswagen und Desobligeant wieder ihres Wegs weiter fuhren.
Als wir nach Hauſe kamen, war ma chöre mère in der heiterſten Laune, und wir geriethen in ein eifriges Geſpräch über Männer, Frauen und Ehe. Ma chére mere's Grundſätze für Frauen waren in der That teine Koketterielehren. Sie konnten in folgende Worte zuſammengefaßt werden:„Handle ſo, daß dein Mann und alle Männer Achtung vor dir haben, ſo haſt du Frieden in deinem Hauſe und Ehre in deinem Leben.“ (Achtung und Anſehen ſind für ma chère meère die höchſten Güter des Lebens.) Ihre Verhaltungsregeln in Beziehung auf den Umgang junger Frauen mit Männern, mögen im Allgemeinen etwas zu ſtreng ſein. Sie erinnerten mich an ein Lied, das ich in meiner Kindheit oft von einer Jungfer Regine gehört habe und wovon mir noch folgende Worte in den Ohren geblieben ſind:
„Kommt ein junger Herr und bietet dir den Arm,
So verneige dich und ſprich:
„Nein, danke ergebenſt, ich gehe allein.“
Und kommt ein junger Herr und ladet dich zum Walzen ein,
So verneige dich und ſprich:
„Rein, danke ergebenſt, ich walze allein.“


