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Sie einen rechten Kerl zum Mann bekommen hat: er iſt aber auch recht eigenſinnig auf ſeine Weiſe und Sie wird viel mit ihm zu ſchaffen haben, wie es mir auch gegangen iſt. Nun, wir wollen ſehen, wie Sie ſich da⸗ bei benimmt. Klein iſt Sie, aber ich ſehe, daß Sie ſich zu betragen weiß, und das ſage ich Ihr, wie Sie auch nun mit ihrem Manne umgehen mag, ſo wird Sie immer einen Ehrenmann an ihm finden, und deßhalb will ich Ihr nur dieſen einzigen Rath geben, gebrauche Sie nie eine, wenn auch noch ſo kleine Unwahrheit gegen ihn und wenn die Verlegenheit, aus der Sie da⸗ durch kommen will, auch noch ſo groß iſt. Jede Un⸗ wahrheit führt noch größere nach ſich, denn ſie jagt das Vertrauen aus dem Hauſe.“
Ich äußerte meine Gedanken in dieſer Beziehung mit vieler Lebendigkeit, und ganz zufrieden mit einander, gingen wir in das Wohnzimmer hinaus, wo Bär ſaß und über ſeine Zeitungen gähnte. Mamſell Tutten— von ma chére mére Adjutant Tutten genannt— ordnete den Theetiſch. Ma chéère mére bat mich, zu ſingen,(ſie hatte alſo mein letztes Meiſterſtück gänzlich vergeſſen) und ich ſang— ich fühlte ſelbſt, daß es gut ging. Ma chère mére lachte herzlich über einige luſtige Liedchen und ich ſah Bär's Augen ganz vergnügt über ſeine Zei⸗ tung zu mir herüberſtarren. Nach dem Thee machten wir nebſt Tutten mit ma chére mére eine Boſtonparthie; eine der vergnügteſten, denen ich je angewohnt habe. Beſonders munter waren ma chére mère und Bär, ſie machten ſich luſtig über mich, ſo oft ich Dummheiten im Spiel beging. Allein dieß war beſſer für mich, als wenn ich wie ein Meiſter geſpielt hätte, und wir lachten und lärmten wie Kinder.
Als wir nach dem Abendeſſen Abſchied nahmen, klopfte mich ma chére mére tüchtig auf die Schulter, küßte mich und dankte mir für den vergnügten Tag. Als wir auf die Treppe kamen, war das Wetter ſo ſchön, daß wir beſchloſſen, einen Theil des Wegs zu Fuße zu
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