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wir uns auf einen Sopha und ma chöre mére hielt folgende Rede an mich:
„Es geſchieht nur dann und wann, meine liebe Franziske, daß ich eine ſolche Muſterung im Hauſe vor⸗ nehme. Dieß ſetzt die Leute in Reſpekt und bringt die Sachen in Ordnung. Wenn man die Uhr zur rechten Zeit aufzieht, ſo geht ſie dann von ſelber und man draucht nicht ſelbſt berumzugehen, wie ein Pendel. Merk Sie ſich das, meine liebe Franziske. Einige Frauen wollen ſich ein wichtiges Anſehen geben und thun gar eifrig mit dem Schlüſſelbund und ſpringen in der Küche und Speiſekammer herum, allein dieß iſt Alles Larifari und heißt das Pferd am Schwanze aufzäumen. Eine Frau ſoll ihr Haus mit dem Kopfe beſtellen und nicht mit den Füßen; der Mann befindet ſich am Beſten da⸗ bei, und geſchieht dieß nicht, ſo iſt er ein Dummkopf und die Frau muß ihm dann in Gottes Namen mit dem Schlüſſelbund in den Ohren raſſeln. Einige Frauen ſitzen ihren Dienſtboten immer auf dem Nacken. Das taugt Nichts. Die Knechte und Mägde müſſen auch ihre Freiyeit und Ruhe haben. Du ſollſt dem Ochſen, der da driſcht, das Maul nicht verbinden. Laß deine Leute Rechenſchaft ablegen über das, was ſie thun. Dieß iſt ſowohl für ſie als für die Hausfrau gut. Halte ſie feſt am Herzen oder an der Ehre und gib ihnen das, was ihnen gebührt, reichlich. Der Arbeiter iſt ſeines Lohnes werth. Aber drei oder viermal im Jahre zu unbeſtimmten Zeiten komme über ſie, wie das jüngſte Gericht, unterſuche alle Winkel und prüfe alle Herzen und Nieren, lärme wie eine Donnerwolke und ſchlage zur rechten Zeit da und dort dazwiſchen!— das reinigt das Haus auf viele Wochen: wenn die Gewitter nicht wären, ſo hätte man vor allerhand böſen Geiſtern keine Ruhe.“
Dieß war ma chère möre's Haushaltungstheorie. Sodann brachte ſie das Geſpräch auf Bär und ſagte: „Ja Sie darf wohl ſagen, meine liebe Franziske, daß


