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94 Jakob von Artevelde.
Seid Ihr es nicht, die mich mit emporgeſtreckten Händen anflehten, Euch Freiheit und Nahrung zu verſchaffen? Hat Gott meine kühnen Bemühungen nicht geſegnet? O, bekennt es, Geſellen! ich wenigſtens habe mein Wort gehalten; ich habe Flandern von der Hungersnoth ge⸗ rettet, von dem Drucke befreit und ihm Gedeihen, Ruhm und Größe gegeben...... Und nun wollt Ihr mich ſchändlich ermorden? Eure Hände in meinem unſchuldi⸗ gen Blute baden? Schlechter Lohn für alles das Gute, das ich zu thun ſtrebte und mit Gottes Hülfe gethan habe!— Mein Leben könnt Ihr nehmen; ich bin nur ein einzelner Menſch gegen Euch Alle; aber ich beſchwöre Euch, Geſellen! ehe Ihr Euch mit dieſer Miſſethat be⸗ ſudelt, überlegt, wem Ihr unwiſſend als Werkzeug dient! Erkennt, daß die Feinde unſerer Freiheit Euch geblendet haben, um Flanderns eigene Eingeweide zu zerreißen, damit es machtlos niederſinke und geſchwächt den Nacken beuge unter das ſchändlichſte Joch! Seid Ihr denn nicht
mehr Flanderns Söhne? Hat Eure Wiege nicht in Gent
geſtanden, daß Ihr Vaterland, Freiheit und Ruhm ver⸗ laßt, um Euch im Bruderblute zu baden? Nein! nein! Ihr ſollt mich noch anhören; der Nothruf des ſterbenden Flanderns ſoll aus meinem Munde noch in Eurem Her⸗ zen wiederhallen, Euch den Schleier von den Augen rei⸗ ßen und Euch zu Eurer heiligſten Pflicht zurückrufen. Wehe! Wehel über uns, Geſellen, wenn Ihr taub blie⸗ bet gegen dieſen feierlichen Ruf.„..........
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