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Jakob von Artevelde.
Vielleicht hätte man die bedrohte Wohnung augen⸗ blicklich erſtürmt; aber ein heftiger Zwiſt, der ſich ploͤtz⸗ lich vor der Taberne zum Fuchs erhob, ließ Alle dort⸗ hin eilen, um zu ſehen, was da vorginge. Es war der Blaufärber Lieven Comyne, der mit ungefähr zehn un⸗ bewaffneten Geſellen den böswilligen Anhängern Denys' ſchwere Vorwürfe machte und ihnen in's Geſicht ſagte, ſie ſeien feige Mörder, Leliaerds und verächtliche Schelme. Einige wollten ihm an den Leib und würden ihn ohne Zweifel getödtet haben, hätte ſich nicht unerwartet im Schooße der Schaar ein entſetzliches Geſchrei erhoben, ein Ausbruch der abſcheulichſten Verwünſchungen, von denen man allein den Ruf:„der Oberhauptmann! der Oberhauptmann!“ verſtehen konnte.
Ein Fenſter im großen Stocke von Artevelde's Hauſe hatte ſich geöffnet. Dort ſtand der weiſe Mann jetzt ſelbſt, ſich über die eiſerne Brüſtung beugend und mit der Hand das Zeichen gebend, daß er ſprechen wolle. Von dem hellen Fackelſcheine beleuchtet, konnte man den geringſten Zug auf ſeinem Geſichte unterſcheiden. Weder Angſt noch Furcht zeigte ſich auf demſelben, nur ſtille Betruͤb⸗ niß und inniges Mitleid.
Anfangs war es ihm unmöglich, die Stimme ver⸗ ſtändlich zu erheben; denn die Menge ſtrömte von allen Seiten heulend zuſammen und hob drohend Fackeln und Waffen empor.
Endlich legte ſich der Lärm und Artevelde ſagte:
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