Fackeln 3 Rache⸗
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kens mit varf mit Gang,
ſie wol⸗ drinnen! ſchreck⸗ zertre⸗ ptmann!
Jakob von Artevelde. 91
Auf dem Calanderberge, vor der Wohnung des Oberhauptmanns, ſtanden ungefähr vierhundert wü⸗ thende Zunftgenoſſen, welche wie wahnſinnig ſchrien, daß ſie Artevelde's Kopf haben wollten, und einander durch die ſchrecklichſten Verwünſchungen zu Raſerei und Mord aufhetzten.
Alle waren mit Beilen, Hämmern, Schwertern oder Dolchen bewaffnet. Eine große Anzahl trug brennende Fackeln in der Hand, deren flackerndes Licht Alles in einen Blutſchein hüllte.
Die achtundzwanzig Männer aus St. Janskirchſpiel ſtanden kampffertig vor Artevelde's Hausthür. Da aber die Menge ſich darauf beſchränkte, ein Rachegeſchrei aus⸗ zuſtoßen und mit den Hämmern und Schwertern auf den Boden zu ſchlagen, ſo ließ die ſchwache Mannſchaft es geſchehen, nur dafür ſorgend, daß Niemand ſich der Thür näherte.
Bei der Linde, mitten auf dem Markte, ſtand Gee⸗ raert Denys, Jeden mit heiterem Lachen anſpornend, das beabſichtigte Werk der Rache auszuführen, und an⸗ gebend, wie man den Sturm beginnen ſolle, damit das Schlachtopfer ſeines ſchändlichen Neides nicht entfliehen könne. Es war etwas ſo abſcheulich Boͤſes in der Freude, welche er jetzt zu haben ſchien, daß ſein dummer Hand⸗ langer, Calevoet, ſelbſt das Geſicht mit Schauder von ihm abwandte. Der Oberdechant hielt ein kurzes Kriegs⸗ beil in der Hand und ſchwenkte daſſelbe jauchzend über dem Haupte, wie ein Zeichen zu wüthenderem Mord⸗
geheule.


