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vor ſeiner Wohnung aufſtieg, bis die Gluth der Fackeln Alles mit blendendem Scheine erleuchtete und das Rache⸗ geheul ihm verſtändlich in die Ohren drang.
„Das Blut des Verräthers! Sein Haupt! Der
Schurke, der den Schatz von Flandern ſtahl! Der feige Tyrann! der Landverkäufer! er muß ermordet werden! zerſchmettert! todtgeſchlagen! todtgeſchlagen!“ Jetzt hob Artevelde wieder das Haupt empor, und ein Ausdruck des Trotzes, mit einem tiefen Gefühle von Mitleiden vermiſcht, zeigte ſich auf ſeinem Antlitze. Nach dem Fenſter blickend, ſeufzte er:
„Unglückliches Volk! ewiger Spielball in der Hand der Böſen! Könnte mein Blut das Sühnopfer ſein, um Flandern zu retten! Aber nein! Ihr mordet Euer Va⸗ terland!— Arme Blinde! Gott verzeihe Euch, was Ihr thut!“
In dieſem Augenblicke kam Ghelnoot van Lens mit einigen anderen Freunden in das Gemach und warf mit großer Kraftanſtrengung Kaſten und Tiſche auf den Gang, zu dem Oberhauptmann ſagend: „Die Wölfe mögen draußen heulen, ſo viel ſie wol⸗ len; aber bei Sanct Lieven, ſie ſind noch nicht drinnen! Will man unſer Leben haben, ſo ſoll man es uns ſchreck⸗ lich theuer bezahlen! Es muß erſt manche Leiche zertre⸗ ten werden, bis man zu Euch gelangt, Oberhauptmann! Seid ohne Kummer!...............
Jakob von Artevelde.
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