Jakob von Artevelde.
tſcheiden⸗ Euer Vorhaben aufzugeben, ſo verſchiebt doch die Aus⸗ mir, daß führung auf eine günſtigere Zeit.“ .7„Warten? Warten? Nein! das darf nicht ſein, ns hatten Freunde!“ antwortete der Oberhauptmann.„Jakob von ibt. Eine Artevelde's Zeit geht zu Ende; ſein Name und ſein Ein⸗ helnoot's fluß ſind abgenutzt. Er weiß, daß ſeine Laufbahn ſich“ ſeit eini⸗ nothwendig ſchließen muß. Soll er nun der Macht Lebe⸗ „die vor wohl ſagen, wie ein entkräfteter Arbeiter, der ſeiner Laſt des Mu⸗ erliegt und ſie zerſchmettert von ſeiner Schulter fallen litz. Sich läßt? Soll mein Beſtreben Nichts hervorgebracht haben, d, ergriff als ein vorübergehendes Gedeihen und viel nutzloſes
Blutvergießen? Nein! mein letzter Gruß an Flandern bI Nicht ſoll die Zuſicherung von des Landes künftiger Größe, 1 ſterben! von des Landes unvertilgbarer Unabhängigkeit ſein.
Freund Vaernewyck! Ihr wißt es, ich habe geſchworen, Flanderns Ruhm und Freiheit Alles, Alles aufzuopfern. Auf Erden kenne ich nur eine Macht, die mich von die⸗ ſem heiligen Eide entbinden könne: der Tod!“
„Wir haben es zuſammen geſchworen,“ ſagte der 4 Oberſchöffe.„Es gefalle Gott nicht, daß ich es je ver⸗ geſſe! Aber die Kraft des Gemüthes iſt keine Feindin
bürdig iſt; ,daß wir klande ge⸗
3 auf den trag nicht
über Ver⸗ der Vorſicht. Wer ſagt uns, daß binnen einem Monate die Zuſtände nicht günſtiger für die Ausführung unſerer b
uch, Eure Pläne geworden ſeien? Straft das Schickſal nicht oft
r ſagt, iſt die menſchliche Erwartung Lügen? Nun denn! laßt uns
gtet, Eure dieſen Monat Zeit zu gewinnen ſuchen. Ich glaube nicht,
/, ſo lange daß die Abſetzung des Fürſten ſo dringend ſei, daß einige
ichen? Ge⸗ Wochen Aufſchub und Ueberlegung unwiederbringlichen
Euch nicht, Nachtheil verurſachen könnten.“ 3


