Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 67

keiten, die überall das Anſehen der Obrigkeit zerſtören. Jeder fühlt das; Jeder iſt davon überzeugt, unſere Feinde ſowohl, wie wir ſelbſt. Wir müſſen demgemäß nachgeben und unter Frankreichs drückenden Einfluß zu⸗ rückkehren. Unſer Graf wird das Bündniß mit Eng⸗ land zerreißen und uns zwingen, Eduard's Feinden Bei⸗ ſtand zu leiſten. Das Verbot der Wolleneinfuhr wird uns unmittelbar treffen; alle Webſtühle werden ſtill ſtehen. Die anderen Nationen, die jetzt gelernt haben, daß die Tuchbereitung kein unbewegliches Eigenthum des vlämiſchen Bodens iſt, werden unſere Arbeiter zu ſich rufen; Tauſende ziehen fort und ſagen einem Boden Lebewohl, wo die Arbeit keinen Schutz findet gegen Willkür und fremde Gewalt. Ach! was wird dann aus Flandern geworden ſein! Ein Land ohne Volksfreiheit, ohne Unabhängigkeit, ohne Gewerbfleiß! Ein elender Sklavenſtamm, der mit aufgehobenen Armen fleht, ei⸗ ner andern Nation einverleibt zu werden; der ſeine Mut⸗ terſprache, ſeine Sitten, ſeinen Urſprung verleugnet, um ſeine Verſchmelzung mit anderen Völkern zu beeilen.... Und dies ſollte die Zukunft meines Vaterlandes ſein? Ich ſollte dieſe ſchreckliche Nacht ſich nähern ſehen und die Sonne der Freiheit nicht mit Gewalt am Himmel erhalten, ſo lange es in meiner Macht ſteht? Nein, nein! Mögt Ihr ſagen, was Ihr wollt, lieben Freunde! Möge man meinen Namen verfluchen und mir mit einem ſchreck⸗ lichen Ende drohen, ich werde unſer theures Flandern zu retten ſuchen, ſo lange noch ein Lebensfunke in mei⸗ ner Bruſt glimmt. Ich ziehe meinen Antrag nicht

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