Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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thigſten Arbeiter verließ das Vaterland und kehrte nicht wieder; die Meiſten ſuchten einen Schutzort und Brod in England. Dieſe Auswanderung entging zuerſt unſe⸗ rer Aufmerkſamkeit, und doch konnte Flandern kein grö⸗ ßeres Unglück widerfahren. Unſere vertriebenen Brüder lehrten andern Nationen unſere Art, das Tuch zu be⸗ reiten; durch ihr Vorbild weckten ſie die Luſt zur Arbeit in ihnen und theilten ihnen die Früchte der Erfahrung von Jahrhunderten mit. In England wohnt auch ein vernünftiger und fleißiger Volksſtamm; dieſer hat die vlämiſchen Auswanderer jauchzend in ſeinem Schooße aufgenommen und mit Wohlthaten überſchüttet; Web⸗ ſtühle entſtehen jetzt zu Hunderten in England; binnen wenigen Jahren wird das engliſche Tuch gleichfalls auf dem Feſtlande von Europa erſcheinen, und wer ſagt uns, daß Flandern der ſiegreiche Boden des Gewerbfleißes bleiben wird, wenn wir die Augen vor ſo offenbarem Unrecht ſchließen? In Frankreich bemüht man ſich, un⸗ ſere Tücher durch eigene Erzeugniſſe zu erſetzen. In ſol⸗ chen Verhältniſſen müſſen wir die Volksarbeit Flanderns ſchützen vor der geringſten Schwächung und Verkürzung, oder Alles iſt verloren. Hungersnoth, Peſt und Seu⸗ chen würden bald weggerafft haben, was der Gewerb⸗ fleiß ſich weigert zu ernähren. Nun denn! was wird

geſchehen, wenn die Vläminger die Gefahr nicht ab⸗

wenden durch eine äußerſte, aber nothwendige That?

Es iſt uns unmöglich, noch länger unſere Freiheit gegen

Frankreich, gegen den Grafen, gegen die Leliaerds zu

vertheidigen, und vor Allem gegen die inneren Zwiſtig⸗

Jakob von Artevelde.

keiten, Jeder f Feinde nachgebe rückkehre land zerr ſtand zu uns und ſtehen. daß die? vlämiſche rufen; T Lebewohl Willkür Flandern ohne Unc Sklavenſt ner ander terſprache, ſeine Verſ Und dies Ich ſollte die Sonne erhalten, ſ Mögt Ihr man meine lichen Ende zu retten ſi ner Bruſt