Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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dieſe Ur⸗ en unter s Band, zerbrech⸗ tes uns, er eigener ſich im⸗ eifen und Verkennt er Erfah⸗ Sklaven öͤge Flan⸗ öge ſiegen der Macht nrückfallen Mal von ein Band eſem einzi⸗ tehen. Iſt negauiſchen icht? Was 3 wird ſein Lehensleute ranzöſiſchen lut, unſern mmöglichen mit außer⸗ n eine Kette int und in⸗

Jakob von Artevelde. 65 wendig von Stahl iſt; eine Kette, die durch des Vol⸗ kes Beſtrebungen ſo weit ausgedehnt werden kann, daß der Löwe ſich frei und unüberwindlich wähnt, die ſich aber immer wieder zuſammenzieht zu einem Bande der Knechtſchaft und Machtloſigkeit. Glaubt Ihr vielleicht, daß der vlämiſche Heldenſtamm ſich eigne, unaufhörlich gegen den ſüdlichen Rieſen zu kämpfen, und ſtets Kraft genug haben werde, ſiegreich aufzuſtehen, wenn das Halsband ihn zu erwürgen droht? O, Freunde! hofft nicht zu viel von einem Volke! Es kommen Zeiten, gleich denjenigen, die wir erleben, wo der muthigſte Mann, durch Zwieſpalt und Anarchie gelähmt, niederſinkt und jauchzend die Sklaverei als eine Erlöſung annimmt. Dann geſchieht es, daß ſeine Feinde die Schellen ſo feſt an ſeine Füße ſchmieden und ihn ſo ſehr mit den Stricken moraliſcher und wirklicher Knechtſchaft knebeln, daß er die Begier nach Freiheit ſelbſt verliert und die Unterwerfung unter den Fremdling als eine Tugend be⸗ trachtet. Dieſes Schickſal wird Flandern unfehlbar er⸗ leiden, wenn uns der Muth fehlt, uns durch Kühnheit und männlichen Willen für immer von Frankreich los⸗ zureißen. Betrachtet den Zuſtand und ſeine mög⸗ lichen Folgen noch von einem anderen Geſichtspunkte aus. Als vor einigen Jahren unſer Fürſt auf Befehl Philipps von Valois die engliſchen Kaufleute in Flandern ohne Recht und Grund angriff, da verſanken unſere Gewerbe in das äußerſte Elend; eine lange Hungersnoth ſchlug die hoffnungsloſen Zunftgenoſſen wie eine Geißel zu Boden; eine anſehnliche Zahl unſerer beſten und mu⸗ Jakob von Artevelde. VI. 5